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30.06.2026
19 Uhr
Monacensia im Hildebrandhaus, Forum Atelier, Maria-Theresia-Straße 23, München
Eintritt: frei

Lesung & Gespräch mit Susanne Klingenstein und Rachel Salamander

Im August 1948 begegnen sich zwei Jugendfreunde zufällig in der Pariser Metro. Bis 1930 Jahren studierten sie zusammen auf einer Talmudakademie in Bialystok. Der eine verließ sie, um Schriftsteller zu werden, der andere blieb. Beide überlebten den Krieg unter schwierigsten Umständen. Hirsch, der in die Lagerwelt geriet, leitet nun selbst eine Talmudakademie und ist gläubiger als vor dem Krieg. Chaim kann nicht fassen, dass Hirsch nach der Ermordung von einer Million jüdischer Kinder, noch fester an Gott glaubt. Hirsch hingegen kann nicht begreifen, dass Chaim, ein anerkannter Dichter, noch immer an die Menschheit glaubt. Ein Dialog entspinnt sich, hart, werbend, bewegend, unerbittlich.

Rachel Salamander und die Übersetzerin Susanne Klingenstein stellen den jiddischen Autor Chaim Grade, vor, lesen Auszüge aus seiner fulminanten autobiographischen Fiktion auf Jiddisch und Deutsch und sprechen über einen fundamentalen Streit, der in der jüdischen Welt nichts von seiner Aktualität verloren hat.


Die Literaturwissenschaftlerin Susanne Klingenstein ist Spezialistin für jiddische Buchgeschichte und unterrichtet altjiddische Literatur an der Harvard University. Von ihr erschien zuletzt der Band „Es kann nicht jeder ein Gelehrter sein. Eine Kulturgeschichte der jiddischen Literatur, 1105–1597“ (Jüdischer Verlag im Suhrkamp Verlag 2022). Die Neuübersetzung von Chaim Grades „Mein Streit mit Hirsch Rasejner“ (Jüdischer Verlag im Suhrkamp Verlag 2026) stammt von ihr.

Anmeldung erforderlich bis 22. Juni 2026 unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. 



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