Ein Abend mit Sophia Klink
1993 in München geboren, hat Biologie studiert und über die Symbiose zwischen Bakterien und Pflanzen promoviert. Sie wurde mit dem Literaturstipendium München und dem Wolfgang-Weyrauch-Förderpreis beim Literarischen März ausgezeichnet und mit Stipendien des British Council und der Stiftung Kunst und Natur gefördert. Sie war Finalistin beim open mike, Aufenthaltsstipendiatin der Roger Willemsen Stiftung, des Adalbert Stifter Vereins und der Villa Sarkia in Finnland. Im Frühjahr 2025 erschien ihr Lyrikdebüt bei hochroth München. Durch einen Forschungsaufenthalt am Weißen Meer in Russland zu ihrem Roman »Kurilensee« inspiriert, stand sie mit einem Auszug daraus auf der Shortlist des W.-G.-Sebald-Preises. Die Autorin lebt in München.
„Ich habe Angst, es wird in meinen Träume wiederkommen.“ Anna kämpft mit der Verantwortung. In diesem Sommer muss sie mit ihrem Forschungsteam entscheiden, ob sie mit Phosphorgaben die Lachsbestände des Kurilensees stabil halten können. Bei aller Wissenschaft werden die Folgen dieses menschlichen Eingriffs unberechenbar bleiben. Seit Jahren zählt Anna auf der Forschungsstation im Südosten Kamtschatkas akribisch Kieselalgen und Lachse. Von Jahr zu Jahr werden es weniger.
Annas Mentorin ist Yulia. Die um eine Generation Ältere ist eine wunderbare Märchenerzählerin. Mit ihr zieht die Baba Yaga ins Forschungsteam ein. „Ist Wissenschaft nicht eine Art Märchen?“, stellt sie in Krisensituationen in den Raum.
Auf Annas anderen Seite steht der Wildhüter Vovo. Auch er zählt die Lachse. Seine Wahrnehmung kommt aus der Praxis. Selbstbewusst agiert er nach Gefühl. Während es mit Yulia zu Auseinandersetzungen kommt, verbindet Vovo und Anna ein zartes Band.
So vergehen Tage voller Arbeit in traumhafter Landschaft. Der See liegt von Vulkanen umschlossenen und wird von Bären besucht, derweil die Crew dem Wachstum zuschaut und Beeren und Kräuter sammelt. Doch die Idylle trügt. Der Mensch ist nicht nur zu Forschungszwecken hierher vorgedrungen. Die ökologischen Interessen müssen sich selbst hier, an den letzten Flecken reiner Natur den wirtschaftlichen Wünschen unterordnen.
Klink gelingt Sachbuch und Roman in einem. Sie erfüllt Wissenschaft mit Leben, Theorie mit Gefühl. Als Biologin ist ihr mit viel Sachverstand ein literarisch umwerfendes Debüt gelungen, ein Ökothriller, der Euch in eine schlaflose Nacht reißen wird.
Ein Abend mit Sophia Klink
1993 in München geboren, hat Biologie studiert und über die Symbiose zwischen Bakterien und Pflanzen promoviert. Sie wurde mit dem Literaturstipendium München und dem Wolfgang-Weyrauch-Förderpreis beim Literarischen März ausgezeichnet und mit Stipendien des British Council und der Stiftung Kunst und Natur gefördert. Sie war Finalistin beim open mike, Aufenthaltsstipendiatin der Roger Willemsen Stiftung, des Adalbert Stifter Vereins und der Villa Sarkia in Finnland. Im Frühjahr 2025 erschien ihr Lyrikdebüt bei hochroth München. Durch einen Forschungsaufenthalt am Weißen Meer in Russland zu ihrem Roman »Kurilensee« inspiriert, stand sie mit einem Auszug daraus auf der Shortlist des W.-G.-Sebald-Preises. Die Autorin lebt in München.
„Ich habe Angst, es wird in meinen Träume wiederkommen.“ Anna kämpft mit der Verantwortung. In diesem Sommer muss sie mit ihrem Forschungsteam entscheiden, ob sie mit Phosphorgaben die Lachsbestände des Kurilensees stabil halten können. Bei aller Wissenschaft werden die Folgen dieses menschlichen Eingriffs unberechenbar bleiben. Seit Jahren zählt Anna auf der Forschungsstation im Südosten Kamtschatkas akribisch Kieselalgen und Lachse. Von Jahr zu Jahr werden es weniger.
Annas Mentorin ist Yulia. Die um eine Generation Ältere ist eine wunderbare Märchenerzählerin. Mit ihr zieht die Baba Yaga ins Forschungsteam ein. „Ist Wissenschaft nicht eine Art Märchen?“, stellt sie in Krisensituationen in den Raum.
Auf Annas anderen Seite steht der Wildhüter Vovo. Auch er zählt die Lachse. Seine Wahrnehmung kommt aus der Praxis. Selbstbewusst agiert er nach Gefühl. Während es mit Yulia zu Auseinandersetzungen kommt, verbindet Vovo und Anna ein zartes Band.
So vergehen Tage voller Arbeit in traumhafter Landschaft. Der See liegt von Vulkanen umschlossenen und wird von Bären besucht, derweil die Crew dem Wachstum zuschaut und Beeren und Kräuter sammelt. Doch die Idylle trügt. Der Mensch ist nicht nur zu Forschungszwecken hierher vorgedrungen. Die ökologischen Interessen müssen sich selbst hier, an den letzten Flecken reiner Natur den wirtschaftlichen Wünschen unterordnen.
Klink gelingt Sachbuch und Roman in einem. Sie erfüllt Wissenschaft mit Leben, Theorie mit Gefühl. Als Biologin ist ihr mit viel Sachverstand ein literarisch umwerfendes Debüt gelungen, ein Ökothriller, der Euch in eine schlaflose Nacht reißen wird.
