Tukan-Preis der Landeshauptstadt München für Kerstin Specht
Der mit 8.000 Euro dotierte Tukan-Preis zeichnet jährlich eine sprachlich, formal und inhaltlich herausragende literarische Neuerscheinung aus. In die Auswahl kommen alle belletristischen Veröffentlichungen von Münchner Autorinnen und Autoren. Der diesjährige Tukan-Preis wird an Kerstin Specht für ihren Roman „Mittelberge“ (STROUX Edition) vergeben.
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Über die Vergabe beschloss der Kulturausschuss des Stadtrats auf Empfehlung einer Jury am 08. Oktober. In die Auswahl kommen alle belletristischen Veröffentlichungen von Münchner Autorinnen und Autoren. Zur Diskussion standen in diesem Jahr insgesamt 64 Bücher.
Frau im Gehäuse
Die Geschichte ist nicht neu, die hier erzählt wird, so wenig wie die literarischen Genres, denen sich „Mittelberge“ zuordnen ließe: sei es die Dorf- oder Familiengeschichte, sei es der Heimatroman. Erzählt wird vom Aufwachsen des Mädchens Sophie in einem kleinen Dorf im Oberfränkischen der 30er Jahre des letzten Jahrhunderts, einer Zeitspanne zwischen zwei Weltkriegen, die auch Mittelberge schließlich erreichen.
Karg ist das Leben, ärmlich die Verhältnisse, der Lebensrhythmus diktiert von der Abfolge der Jahreszeiten im Hof wie auf dem Feld bis zur Ernte, die mühsam genug eingebracht werden muss. Und doch entsteht von den ersten der kurzen, oft nur wenig mehr als eine Seite umfassenden Episoden an, in die sich der Roman gliedert, der Eindruck, diese oft erzählte Geschichte so noch nie gelesen zu haben. Eine ausführliche Rezension des Romans findet sich hier im Portal.
So oft erörtert, die akademische Frage, was Literatur leisten kann, darf, soll oder muss. Ein Glück, dass es immer wieder Bücher gibt, nach deren Lektüre diese überflüssig scheint – wenn sie die im Schatten Stehenden ins Licht rücken, den Benachteiligten, von den Umständen wenig Begünstigten eine Sprache geben und so die Spielräume des zu Zeiten je Menschenmöglichen ausloten. Kerstin Specht ist dies in „Mittelberge“ auf herausragende Weise gelungen.
Die Preisverleihung findet am 30. November 2026 im Literaturhaus München statt.
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Der mit 8.000 Euro dotierte Tukan-Preis zeichnet jährlich eine sprachlich, formal und inhaltlich herausragende literarische Neuerscheinung aus. In die Auswahl kommen alle belletristischen Veröffentlichungen von Münchner Autorinnen und Autoren. Der diesjährige Tukan-Preis wird an Kerstin Specht für ihren Roman „Mittelberge“ (STROUX Edition) vergeben.
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Über die Vergabe beschloss der Kulturausschuss des Stadtrats auf Empfehlung einer Jury am 08. Oktober. In die Auswahl kommen alle belletristischen Veröffentlichungen von Münchner Autorinnen und Autoren. Zur Diskussion standen in diesem Jahr insgesamt 64 Bücher.
Frau im Gehäuse
Die Geschichte ist nicht neu, die hier erzählt wird, so wenig wie die literarischen Genres, denen sich „Mittelberge“ zuordnen ließe: sei es die Dorf- oder Familiengeschichte, sei es der Heimatroman. Erzählt wird vom Aufwachsen des Mädchens Sophie in einem kleinen Dorf im Oberfränkischen der 30er Jahre des letzten Jahrhunderts, einer Zeitspanne zwischen zwei Weltkriegen, die auch Mittelberge schließlich erreichen.
Karg ist das Leben, ärmlich die Verhältnisse, der Lebensrhythmus diktiert von der Abfolge der Jahreszeiten im Hof wie auf dem Feld bis zur Ernte, die mühsam genug eingebracht werden muss. Und doch entsteht von den ersten der kurzen, oft nur wenig mehr als eine Seite umfassenden Episoden an, in die sich der Roman gliedert, der Eindruck, diese oft erzählte Geschichte so noch nie gelesen zu haben. Eine ausführliche Rezension des Romans findet sich hier im Portal.
So oft erörtert, die akademische Frage, was Literatur leisten kann, darf, soll oder muss. Ein Glück, dass es immer wieder Bücher gibt, nach deren Lektüre diese überflüssig scheint – wenn sie die im Schatten Stehenden ins Licht rücken, den Benachteiligten, von den Umständen wenig Begünstigten eine Sprache geben und so die Spielräume des zu Zeiten je Menschenmöglichen ausloten. Kerstin Specht ist dies in „Mittelberge“ auf herausragende Weise gelungen.
Die Preisverleihung findet am 30. November 2026 im Literaturhaus München statt.
