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31.08.2026, 11:04 Uhr
Redaktion
Betriebsgeflüster

Deutscher Buchpreis 2026: Das sind die 20 nominierten Romane

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Links: Alisha Gamisch © Suzanne de Carrasco. Rechts: Franziska Gänsler © Bahar Kaygusuz

Die Jury des Deutschen Buchpreises 2026 hat 20 Romane für die Longlist nominiert. Unter den ausgewählten Autorinnen und Autoren lassen sich auch zwei gebürtige Bayerinnen entdecken: Alisha Gamisch und Franziska Gänsler.

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Seit Ausschreibungsbeginn wurden 205 Titel gesichtet, die zwischen Oktober 2025 und dem 8. September 2026 erschienen sind oder noch erscheinen. Erst am Abend der Preisverleihung wird der Gewinner des Deutschen Buchpreises bekanntgegeben und erhält ein Preisgeld von 25.000 Euro. Die Preisverleihung findet am 5. Oktober 2026 zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse statt.

Bayerische Autorinnen

„Die Tante lässt es geschehen und schweigt. [...] In ihrem kleinen, alten Gesicht auf dem Kopfkissen sind die Augen geschlossen, sie atmet tief und träumt Dinge [...]“ – Das Schweigen und Verstummen von Großmutter Lydia ist Ausgangspunkt des Debütromans Parasiti (Verlag Voland & Quist, März 2026) von Alisha Gamisch. Es ist die Erzählung drei russlanddeutscher Frauen, in deren Leben sich Vertreibung, Unterdrückung und generationsübergreifende Traumata mischen. Dabei verarbeitet die in Tegernsee geborene Autorin die Geschichten ihrer eigenen russlanddeutschen Familie. Eine Rezension des Romans ist im Literaturportal Bayern zu lesen.

Franziska Gänslers Roman Orca (Kein & Aber, August 2026) legt ebenfalls das Brennglas auf junge Frauen: Zwei Freundinnen finden auf einem Parkplatz ein halbtotes Kaninchen, dass nur eine von ihnen zu erlösen wagt. Gewalttätige Übergriffe, Morde und Radikalität nehmen damit ihren Anfang. Als die Freundinnen dann einer klimapolitischen Gruppe beitreten, werden sie von weitaus mehr als nur von Aktivismus angetrieben. Die Augsburgerin zeichnet sich bereits seit ihrem Debüt Ewig Sommer durch ihre Klimaromane aus, die sie thrillerartig mit ihren Figuren verschweißt. 

Förderung und Partner

Der Deutsche Buchpreis wird von der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels e.V. vergeben. Hauptförderer des Deutschen Buchpreises ist die Deutsche Bank Stiftung, weitere Partner sind die Frankfurter Buchmesse und die Stadt Frankfurt am Main.

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