Collegium Nürnberger Mundartdichter
Das Collegium Nürnberger Mundartdichter ist eine 1966 gegründete Vereinigung von Schriftstellerinnen und Schriftstellern, die in fränkischer Mundart schreiben. Mit gemeinsamen Lesungen, Publikationen und der Jahreslesung „Horch ämool – Mundart trifft Jazz" pflegt und entwickelt das Collegium die fränkische Mundartdichtung bis heute weiter.
Geschichte
Das Collegium wird 1966 in Nürnberg von folgenden Autorinnen und Autoren gegründet: Peter Aumüller, Elisabeth Fürst, Georg Herbolzheimer, Wilhelm Malter, Hans Mehl, Gottlieb Meyer, Willi Schmitzer und Hans Stadlinger. Zeitgleich mit der Gründung wird auch ein „Manifest zur Mundart“, dem 1973 das „2. Manifest zur Mundartdichtung“ folgt, erlassen. In diesen Manifesten wird eine eher konservative Haltung zur Mundartdichtung zum Ausdruck gebracht, u.a. lehnt man Neuerungen, beispielsweise im Wortschatz der Mundart (insbesondere Anglizismen), ab und wendet sich gegen allzu freizügige oder kritische Darstellungen. Wörtlich heißt es in dem ersten Manifest: „Indem wir die Mundart [...] nach den bleibenden Gesetzen der Sprachkunst weiterpflegen, verkörpern wir sinnbildlich das Volk dieser Stadt [...]. Sie [die Mundart] lebt weitab von allen Perversitäten, deren sich die deutsche Gegenwart in ihrer Literatur zuweilen zu rühmen scheint.“ Heute befassen sich die Autorinnen und Autoren durchaus auch kritisch mit politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen und entwickeln die Mundartpoesie experimentell weiter.
Über die Grenzen Frankens hinaus werden das Collegium und die darin zusammengeschlossenen Autorinnen und Autoren durch Beiträge seiner Mitglieder in den Sendereihen des Bayerischen Rundfunks „Am Abend in der Stubn“, „Bairisch Herz-Fränkische Ausgabe“ und „Wort in der Volksmusik“ bekannt. Mehr als 100 größere oder kleinere Publikationen in fränkischer Mundart sind nach eigener Schätzung inzwischen vorgelegt worden.
Im Laufe der Zeit steigt die Zahl der Mitglieder. Diese sind oder waren u.a.: Martin Barth, Elfriede Bidmon, Jutta Döpfer, Georg Drechsler, Helmut Mahr, Kurt Patschke, Hans König, Stefan Pürner, Georg Reichert, Bernhard Reil, Erika Stenglin, Sven Bach, Christine Schlund, Otti Schwarzhuber, Paul Unger, Betty Volleth. Sprecher des Collegiums sind u.a. Otti Schwarzhuber, Helmut Mahr und Norbert Autenrieth.
Tätigkeitsfelder
Zusätzlich zu den einzelnen Aktivitäten der Mitglieder (Veröffentlichungen sowie Einzellesungen) organisiert das Collegium ab 1969 regelmäßig gemeinsame öffentliche Lesungen mehrerer oder aller Mitglieder des Collegiums in Nürnberg, Erlangen, Heroldsberg und Zirndorf, darunter immer auch eine Jahreslesung des Gesamtcollegiums. Seit 2011 findet die Jahreslesung „Horch ämool – Mundart trifft Jazz“ zusammen mit der Bigband Cadolzburg in der Kulturscheune Knorr in Fürth statt.
Moser, Dietz-Rüdiger; Reischl, Günther (Hg.) (1986): Taschenlexikon zur bayerischen Gegenwartsliteratur. München.
Anthologien des Collegiums Nürnberger Mundartdichter (Stand: 21.04.2026):
Collegium Nürnberger Mundartdichter: Nürnberger Mundart. Wortschatz und Redewendungen in der noch lebenden Nürnberger Mundart. Eine volkstümliche Auswahl. Nürnberg 1973.
Su wöi die Leit senn, is ka Mensch. Anthologie zum 25. Jubiläum des Collegiums Nürnberger Mundartdichter. Nürnberg 1989.
Collegium Nürnberger Mundartdichter; Norbert Autenrieth (Hg.): Fränkische Gschmäggler. art&words. Nürnberg 2016.
Norbert Autenrieth (Hg.): Weihnachten! Ein fränkisches Lesebuch zum Fest des Jahres. Iatros-verlag. Sonnefeld 2017.
Collegium Nürnberger Mundartdichter/Norbert Autenrieth: Mer red ja ned, mer sachd ja blous. Verlag Nürnberger Presse. Nürnberg 2022.
Das Collegium Nürnberger Mundartdichter ist eine 1966 gegründete Vereinigung von Schriftstellerinnen und Schriftstellern, die in fränkischer Mundart schreiben. Mit gemeinsamen Lesungen, Publikationen und der Jahreslesung „Horch ämool – Mundart trifft Jazz" pflegt und entwickelt das Collegium die fränkische Mundartdichtung bis heute weiter.
Geschichte
Das Collegium wird 1966 in Nürnberg von folgenden Autorinnen und Autoren gegründet: Peter Aumüller, Elisabeth Fürst, Georg Herbolzheimer, Wilhelm Malter, Hans Mehl, Gottlieb Meyer, Willi Schmitzer und Hans Stadlinger. Zeitgleich mit der Gründung wird auch ein „Manifest zur Mundart“, dem 1973 das „2. Manifest zur Mundartdichtung“ folgt, erlassen. In diesen Manifesten wird eine eher konservative Haltung zur Mundartdichtung zum Ausdruck gebracht, u.a. lehnt man Neuerungen, beispielsweise im Wortschatz der Mundart (insbesondere Anglizismen), ab und wendet sich gegen allzu freizügige oder kritische Darstellungen. Wörtlich heißt es in dem ersten Manifest: „Indem wir die Mundart [...] nach den bleibenden Gesetzen der Sprachkunst weiterpflegen, verkörpern wir sinnbildlich das Volk dieser Stadt [...]. Sie [die Mundart] lebt weitab von allen Perversitäten, deren sich die deutsche Gegenwart in ihrer Literatur zuweilen zu rühmen scheint.“ Heute befassen sich die Autorinnen und Autoren durchaus auch kritisch mit politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen und entwickeln die Mundartpoesie experimentell weiter.
Über die Grenzen Frankens hinaus werden das Collegium und die darin zusammengeschlossenen Autorinnen und Autoren durch Beiträge seiner Mitglieder in den Sendereihen des Bayerischen Rundfunks „Am Abend in der Stubn“, „Bairisch Herz-Fränkische Ausgabe“ und „Wort in der Volksmusik“ bekannt. Mehr als 100 größere oder kleinere Publikationen in fränkischer Mundart sind nach eigener Schätzung inzwischen vorgelegt worden.
Im Laufe der Zeit steigt die Zahl der Mitglieder. Diese sind oder waren u.a.: Martin Barth, Elfriede Bidmon, Jutta Döpfer, Georg Drechsler, Helmut Mahr, Kurt Patschke, Hans König, Stefan Pürner, Georg Reichert, Bernhard Reil, Erika Stenglin, Sven Bach, Christine Schlund, Otti Schwarzhuber, Paul Unger, Betty Volleth. Sprecher des Collegiums sind u.a. Otti Schwarzhuber, Helmut Mahr und Norbert Autenrieth.
Tätigkeitsfelder
Zusätzlich zu den einzelnen Aktivitäten der Mitglieder (Veröffentlichungen sowie Einzellesungen) organisiert das Collegium ab 1969 regelmäßig gemeinsame öffentliche Lesungen mehrerer oder aller Mitglieder des Collegiums in Nürnberg, Erlangen, Heroldsberg und Zirndorf, darunter immer auch eine Jahreslesung des Gesamtcollegiums. Seit 2011 findet die Jahreslesung „Horch ämool – Mundart trifft Jazz“ zusammen mit der Bigband Cadolzburg in der Kulturscheune Knorr in Fürth statt.
Moser, Dietz-Rüdiger; Reischl, Günther (Hg.) (1986): Taschenlexikon zur bayerischen Gegenwartsliteratur. München.
Anthologien des Collegiums Nürnberger Mundartdichter (Stand: 21.04.2026):
Collegium Nürnberger Mundartdichter: Nürnberger Mundart. Wortschatz und Redewendungen in der noch lebenden Nürnberger Mundart. Eine volkstümliche Auswahl. Nürnberg 1973.
Su wöi die Leit senn, is ka Mensch. Anthologie zum 25. Jubiläum des Collegiums Nürnberger Mundartdichter. Nürnberg 1989.
Collegium Nürnberger Mundartdichter; Norbert Autenrieth (Hg.): Fränkische Gschmäggler. art&words. Nürnberg 2016.
Norbert Autenrieth (Hg.): Weihnachten! Ein fränkisches Lesebuch zum Fest des Jahres. Iatros-verlag. Sonnefeld 2017.
Collegium Nürnberger Mundartdichter/Norbert Autenrieth: Mer red ja ned, mer sachd ja blous. Verlag Nürnberger Presse. Nürnberg 2022.
