Info
Geb.: 27. 7.1707 in Salzburg
Gest.: 7. 9.1755
Titel: Prof.
Namensvarianten: Michael Reichboeck

Michael Reichbeck

Pater Michael Reichb(o)eck studiert in seiner Geburtsstadt Salzburg, legt die Profess am 8. Dezember 1728 ab, erhält die Priesterweihe am 22. September 1731 und die Primiz am 29. September. Er hat mehrere Ämter inne: Professor der Rudimenta, Bibliothekar, Pfarrer von Tisis. Darüber hinaus steht er mit mehreren Gelehrten der Mauriner Kongregation im Briefverkehr und ist Mitglied der Societas litteraria germ. benedictina.

Für die Pflege der Bibliothek ist Michael Reichbeck bedeutsam, da er einen Katalog der Stiftsbibliothek anlegt, der allerdings nicht gedruckt wird.

Michael Reichbeck gehört wie Beda Braumüller und Petrus Gischl zu jenen Patres aus Ottobeuren, die kleine Dichtungen zu einem Festtag oder sonstige erwähnenswerte Werke hervorgebracht haben, die für das Reichsstift von literarischer bzw. quellengeschichtlicher Bedeutung sind. Unter Abt Rupert Ness erlangt die Kultur- und Frömmigkeitsgeschichte des 18. Jahrhunderts in Ottobeuren ihren besonderen Höhepunkt.

Verfasser: Bayerische Staatsbibliothek

Sekundärliteratur:

Pörnbacher, Karl (2002): Schwäbische Literaturgeschichte. Tausend Jahre Literatur aus Bayerisch Schwaben. Anton H. Konrad Verlag, Weißenhorn, S. 172.

Zeitschrift des Historischen Vereins für Schwaben und Neuburg (1904), Bd. 31, S. 20.