Vorlass von Fitzgerald Kusz geht an das Stadtarchiv Nürnberg

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© Fitzgerald Kusz

Die Stadt Nürnberg würdigt einen ihrer bedeutendsten Gegenwartsautoren: Der fränkische Schriftsteller Fitzgerald Kusz übergibt seinen umfangreichen literarischen Vorlass an das Stadtarchiv Nürnberg

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Dieser Bestand erlaubt tiefe Einblicke in die Werkstatt des Autors, der über Jahrzehnte hinweg die literarische und kulturelle Entwicklung Frankens mitgeprägt hat. Damit wird ein zentrales Kapitel regionaler Literatur- und Theatergeschichte dauerhaft gesichert und der Forschung wie auch der interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die feierliche Übergabe des Vorlasses fand am Mittwoch, 15. April 2026, um 11 Uhr im Schönen Saal des Nürnberger Rathauses, Rathausplatz 2, 2. Stock, Zimmer 208, statt. 

Fitzgerald Kusz zählt seit Jahrzehnten zu den prägenden Stimmen der fränkischen Kulturlandschaft. Als freier Schriftsteller hat er sich insbesondere in der Lyrik und Dramatik einen herausragenden Ruf erarbeitet. Sein Werk ist eng mit der Region verbunden und zeichnet sich durch sprachliche Eigenständigkeit, poetische Verdichtung und eine unverwechselbare Verwendung fränkischer Dialekte aus. 

Seinen künstlerischen Durchbruch erzielte Kusz mit dem Theaterstück Schweig, Bub!, das 1976 uraufgeführt wurde und aus einer zunächst beiläufig wirkenden Alltagsszene entstand – der Frage „Du, wou hammer letzthin ä suer Leberknidlersubbm gessn?“ Für Kusz markierte dieser Moment einen Wendepunkt: Der Stoff entzog sich bewusst einer rein lyrischen Bearbeitung und verlangte nach einer dramatischen Form.  Inhaltlich und ästhetisch steht Schweig, Bub! deutlich unter dem Einfluss von Bertolt Brecht. Insbesondere dessen Idee einer grundlegenden Erneuerung des Theaters – weg von konventionellen, „verkommenen“ Formen hin zu einer kritisch-reflektierenden Bühnenkunst – prägte Kusz’ Ansatz maßgeblich. 

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