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Geb.: 16.12.1942 in Wohlau (Niederschlesien)
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Friedrich Denk

Friedrich Denk wird 1942 im niederschlesischen Wohlau geboren. Er wächst auf der Schwäbischen Alb, bei Marquartstein in Oberbayern, in Stuttgart und ab 1955 in München auf. In München und Bordeaux studiert er von 1961 bis 1969 Romanistik, Germanistik und Philosophie. 1970 heiratet er seine Frau Gerda geb. Schlick. Zusammen haben sie drei Kinder.

Bis zur Pensionierung im Jahr 2004 ist Denk als Gymnasiallehrer in München, London und Weilheim tätig. Er ist Gründer der Weilheimer Hefte zur Literatur (1980), der Londoner Lesehefte (1982) und des Weilheimer Literaturpreises (1988). 1989 ruft er das Projekt „Lesebogen“ ins Leben, das bis dahin größte schulische Leseförderungsprojekt in Bayern.

Der breiteren Öffentlichkeit bekannt geworden ist Denk vor allem durch seinen Kampf gegen die deutsche Rechtschreibreform. 1996 verteilt er auf der Frankfurter Buchmesse Flugblätter und veröffentlicht dann in der FAZ die von zahlreichen Autoren (u.a. Grass, Enzensberger, Kempowski, Lenz, Walser) und Professoren unterzeichnete Frankfurter Erklärung zur Rechtschreibreform. Am 19. November 1996 gründet Denk die bayerische Bürgerinitiative „WIR gegen die Rechtschreibreform“.

Als Autor veröffentlicht er zunächst zwei Bücher im Selbstverlag: Die verborgenen Nachrichten. Versuch einer Pressekritik (1978) und Die Zensur der Nachgeborenen. Zur regimekritischen Literatur im Dritten Reich (1995). 2013 erscheint im Gütersloher Verlagshaus das Sachbuch Wer liest, kommt weiter, das von dem Münchner Pädagogikprofessor Helmut Zöpfl als das „beste Buch zum Thema Lesen, das ich kenne“, bezeichnet wird.

Seit 2007 ist Friedrich Denk Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, seit 2010 des P.E.N.-Zentrums Deutschland. Er hat eine Reihe von Auszeichnungen erhalten, darunter 1982 den Silbergriffel der Stiftung zur Förderung des Schrifttums e.V. (München) für besondere Verdienste um die Vermittlung von Literatur, 1986 das Bundesverdienstkreuz am Bande, 1992 die Wilhelm-Hausenstein-Ehrung der Bayerischen Akademie der Schönen Künste für Verdienste um kulturelle Vermittlung sowie 1996 den Kulturpreis der BILD-Zeitung.

Friedrich Denk lebt heute mit seiner Frau in Zürich.