Info
Geburtsjahr: 1635
in Oberviechtach
Gest.: 2. 7.1696 in Münster

Balthasar Knellinger

Der 1635 im oberpfälzischen Oberviechtach geborene Balthasar Knellinger tritt 1652 dem Jesuitenorden bei. In Augsburg wird er Domprediger. Bekannt ist er vor allem durch seine in mehreren Ausgaben erschienenen sogenannten Türkenpredigten (2 Tle, 1686). Nicht nur von zeitgeschichtlichem Interesse, werden diese wegen ihrer Thematik von vielen geistlichen Autoren, u.a. von Abraham a Sancta Clara, aufgegriffen. Daneben sind von Knellinger die Schriften Lait- vnd Schreck-Stern. Das ist: Geschicht-Predigen [...] (7 Bde., 1686-1717) und Seliger Lebens-Beschluss [...] (1692) überliefert.

Neben Franz Neumayr und dessen Nachfolger Alois Merz zählt er zu den wichtigen oberdeutschen jesuitischen Dompredigern im 17. und 18. Jahrhundert.

Verfasser: Bayerische Staatsbibliothek / Dr. Peter Czoik

Sekundärliteratur:

Deutsches Literatur Lexikon (DLL). Biographisch-bibliographisches Handbuch. Begründet von Wilhelm Kosch, fortgeführt von Carl Ludwig Lang. 3., völlig neu bearb. Aufl. 1968ff. Ca. 33 Bde. und 6 Ergänzungsbde. Bd. 8. Bern und Zürich, S. 441.

Pörnbacher, Hans (1979): Literatur in Bayerisch Schwaben. Von der althochdeutschen Zeit bis zur Gegenwart (Beiträge zur Landeskunde von Schwaben, 6). Anton H. Konrad Verlag, Weißenhorn, S. 109.

Pörnbacher, Karl (2002): Schwäbische Literaturgeschichte. Tausend Jahre Literatur aus Bayerisch Schwaben. Anton H. Konrad Verlag, Weißenhorn, S. 150.


Externe Links:

Literatur von Balthasar Knellinger im BVB

Literatur über Balthasar Knellinger im BVB

Balthasar Knellinger in der DDB

Balthasar Knellinger in der Deutschen Biographie

Balthasar Knellinger im Augsburger Stadtlexikon

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