Info
Geburtsjahr: 1653
in Kaufbeuren
abweich. Datum: 1687
Todesjahr: 1741 in Eurishofen bei Kaufbeuren
Namensvarianten: Andreas Schuster (eigentl. Name)

Andreas Sutor

Andreas Sutor studiert in Innsbruck, wo er 1711 die Priesterweihe empfängt, wird katholischer Kaplan in Kaufbeuren, 1719 Pfarrer im nahegelegenen Eurishofen und ab 1738 Kämmerer des Landkapitels Kaufbeuren. Als Seelsorger, Organisator sowie Bauherr macht er sich einen Namen. Er ist nicht zu verwechseln mit dem späteren Landpfarrer, Professor für Pastoraltheologie und Hofkaplan Andreas Sutor (1747-1822) aus Au bei Freising.

Literarisch tritt er mit seinen Sammlungen geistlicher Sprüche, Anekdoten, Rätseln, Sprichwörtern, Geschichten etc. hervor, wobei er lateinische Zitate nicht nach der Form, sondern dem Gehalt nach ins Deutsche übersetzt.

Seine Schriften tragen Titel wie Latinum Chaos de, ex et pro omni [...] Ein Teutsches durcheinander von unterschidlichen Sachen. Als wie Sehr nützliche Geist- und weltliche Ehr- und Lehr-Sprüch, seltsame Grabschriften etc. ... Mit einem Wort: Auß allen etwas / sehr dienlich zu allen Discursen... (Augsburg 1716) oder Der hundert-Augige blinde / Argos, und zwey-Gsichtige Janus,/ Oder / Latinum Chaos / Der andere Bettl-Hafen,/ Sage: / Hönig- oder Glücks-Hafen / Aus vilen Bücheren heraus gezogene Nutzlich, Geist- und Weltliche Ehr- und Lehr-Sprüch: / Emblemata, Lemmata, seltzame Sprüchwörter..., welches 1740 in Kempten erscheint.

Verfasser: Bayerische Staatsbibliothek

Sekundärliteratur:

Deutsches Literatur Lexikon (DLL). Biographisch-bibliographisches Handbuch. Begründet von Wilhelm Kosch, fortgeführt von Carl Ludwig Lang. 3., völlig neu bearb. Aufl. 1968ff. Ca. 33 Bde. und 6 Ergänzungsbde. Bd. 21. Bern und Zürich, S. 425.

Pörnbacher, Karl (2002): Schwäbische Literaturgeschichte. Tausend Jahre Literatur aus Bayerisch Schwaben. Anton H. Konrad Verlag, Weißenhorn, S. 199f.


Externe Links:

Literatur von Andreas Sutor im BVB

Andreas Sutor in der Deutschen Biographie

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