Süddeutsche Monatshefte
Münchener Kulturzeitschrift im Kaiserreich
Die Süddeutschen Monatshefte sind eine Kulturzeitschrift, deren Ziel es ist, die geistig-kulturelle Bedeutung Süddeutschlands im Kaiserreich bzw. in der Weimarer Republik hervorzuheben.
Inhalt und Aufbau
Die Zeitschrift, zu Beginn mit liberaler Ausrichtung, wendet sich nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg unter dem Redakteur Paul Nikolaus Cossmann zu einem nationalkonservativem Medium. Die Süddeutschen Monatshefte werden von zahlreichen Persönlichkeiten unterstützt (z.B. Josef Ruederer, Friedrich Naumann). Bayerische Autorinnen und Autoren, u.a. Josef Hofmiller und Karl Alexander von Müller, verfassen in den Monatsheften Beiträge. Während des Ersten Weltkriegs unterstützt die Zeitschrift die „kriegstreibenden“ Kräfte um Alfred von Tirpitz und Erich Ludendorff publizistisch.
Geschichte
Als Ausdruck eines süddeutschen Kulturpatriotismus werden die Monatshefte 1904 (u.a. von Wilhelm Weigand) in München gegründet. 1924 verbreitete die Zeitschrift die sogenannte Dolchstoßlegende, die besagt, dass das deutsche Heer im Weltkrieg „im Felde unbesiegt“ geblieben sei und erst durch oppositionelle „vaterlandslose“ Zivilisten aus der Heimat einen „Dolchstoß von hinten“ erhalten und damit verloren habe. Hierfür muss sich der Redakteur Cossmann vor Gericht in mehreren Prozessen verteidigen.
Dem Nationalsozialismus gegenüber sind die Monatshefte allerdings ablehnend eingestellt. Cossmann und der häufig in den Monatsheften vertretene Journalist Erwein von Aretin werden 1933 verhaftet. Cossman wird als Herausgeber abgesetzt und die Zeitung wird gleichgeschaltet. Sie wird bis zu ihrer Einstellung 1936 unter dem nationalsozialistischen Herausgeber Leo Friedrich Hausleiter fortgeführt. Nach einer erneuten Verhaftung im Jahr 1938 kommt Paul Nikolaus Cossmann vier Jahre später im KZ Theresienstadt ums Leben.
Süddeutsche Monatshefte
Münchener Kulturzeitschrift im Kaiserreich
Die Süddeutschen Monatshefte sind eine Kulturzeitschrift, deren Ziel es ist, die geistig-kulturelle Bedeutung Süddeutschlands im Kaiserreich bzw. in der Weimarer Republik hervorzuheben.
Inhalt und Aufbau
Die Zeitschrift, zu Beginn mit liberaler Ausrichtung, wendet sich nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg unter dem Redakteur Paul Nikolaus Cossmann zu einem nationalkonservativem Medium. Die Süddeutschen Monatshefte werden von zahlreichen Persönlichkeiten unterstützt (z.B. Josef Ruederer, Friedrich Naumann). Bayerische Autorinnen und Autoren, u.a. Josef Hofmiller und Karl Alexander von Müller, verfassen in den Monatsheften Beiträge. Während des Ersten Weltkriegs unterstützt die Zeitschrift die „kriegstreibenden“ Kräfte um Alfred von Tirpitz und Erich Ludendorff publizistisch.
Geschichte
Als Ausdruck eines süddeutschen Kulturpatriotismus werden die Monatshefte 1904 (u.a. von Wilhelm Weigand) in München gegründet. 1924 verbreitete die Zeitschrift die sogenannte Dolchstoßlegende, die besagt, dass das deutsche Heer im Weltkrieg „im Felde unbesiegt“ geblieben sei und erst durch oppositionelle „vaterlandslose“ Zivilisten aus der Heimat einen „Dolchstoß von hinten“ erhalten und damit verloren habe. Hierfür muss sich der Redakteur Cossmann vor Gericht in mehreren Prozessen verteidigen.
Dem Nationalsozialismus gegenüber sind die Monatshefte allerdings ablehnend eingestellt. Cossmann und der häufig in den Monatsheften vertretene Journalist Erwein von Aretin werden 1933 verhaftet. Cossman wird als Herausgeber abgesetzt und die Zeitung wird gleichgeschaltet. Sie wird bis zu ihrer Einstellung 1936 unter dem nationalsozialistischen Herausgeber Leo Friedrich Hausleiter fortgeführt. Nach einer erneuten Verhaftung im Jahr 1938 kommt Paul Nikolaus Cossmann vier Jahre später im KZ Theresienstadt ums Leben.
