Dieter Hildebrandt / Rückkehr in die Wahlheimat

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Dieter Hildebrandt am 11. Mai 2006 im Postkeller in Weiden. Links Buchhändler Hubert Schlegl, Geschäftsführer der "Kleinen Bühne", rechts Kulturamtsleiter Bernhard M. Baron (Foto: Horst Scheiner).

Der aus Bunzlau stammende Kabarettist Dieter Hildebrandt hat in Windischeschenbach seine Eltern wiedergefunden. Autobiographisches enthalten seine Bücher Denkzettel (1992), Gedächtnis auf Rädern (1997), Essen + Trinken mit Kabarettisten (2002) und sein Erzählbuch Ich musste immer lachen (2006).

Nach Weiden fährt er täglich mit der Eisenbahn, da er im Schuljahr 1946/47 in der Oberrealschule das Abitur nachholt. Am Bahnsteig in Weiden lernt Dieter Hildebrandt auch seine spätere oberschlesische Frau Irene kennen, die in Weiherhammer ebenfalls eine „neue Heimat“ gefunden hat:

Ich fuhr zum Schlesiertreffen nach München und machte im Zug die nähere Bekanntschaft mit diesem Mädchen aus Weiherhammer. In Nabburg saß ich bereits neben ihr und als mich meine Mutter in München abholte, stellte ich sie ihr als meine zukünftige Frau vor.

Fast 30 Jahre lang soll der umtriebige Kabarettist mit seiner Irene verheiratet sein. Immer wieder aber kehrt er später auch in seine „Wahl-Heimat“ Weiden zurück. So spielt er am 12. März 1973 im Rahmen des Theaterprogramms der „Kleinen Bühne“ die Hauptrolle im Stück Der Manager von Felicien Marceau im Josefshaus. Am 6. Oktober 1997 liest Dieter Hildebrandt im überfüllten Gustl-Lang-Saal der Weidener Max-Reger-Halle, und im Rahmen der 22. Weidener Literaturtage 2006 „Heimat“ agiert er im ebenso überfüllten Postkellersaal.

(Zit. nach Wolfsteiner, Alfred [1998]: Die Naab. Leben am Fluß im Wandel der Zeiten. Amberg, S. 38.)


Verfasser: Bernhard M. Baron / Bayerische Staatsbibliothek

Sekundärliteratur:

Baron, Bernhard M. (2014): Dieter Hildebrandt in der Oberpfalz. In: Oberpfälzer Heimatspiegel (Pressath), S. 58-63.



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