Maximilianstraße

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Maximilianstraße. Foto: Rüdiger Rohrbach

Elfriede Jelinek lässt in ihrem Theaterstück Die Straße. Die Stadt. Der Überfall. Rudolph Moshammer daran erinnern, dass er es war, der die Straße Münchens, die Maximilianstraße geprägt hat. An dieser Straße sind sowohl seine berühmte Boutique als auch die Münchner Kammerspiele zu Hause, die das Theaterstück zu ihrem 100. Geburtstag von der Autorin geschenkt bekommen haben.

Ich bin der Schöpfer dieser Stadt, und jetzt, da ich tot bin, ist sie ausgeschöpft. Niemand mehr da, der die Stadt jetzt retten könnte. Sie wird jetzt anderen Leuten aufgetischt, doch niemand mehr deckt so wunderschön wie ich den Tisch, das ist ein großer Auftrag an mich, es den Menschen schön zu machen, ihre nähere Bekanntschaft zu machen, und wenn die Menschen mächtig sind, dann auch unter ferner liefen, das akzeptiere ich gern, dieses Laufen. Hauptsache, ich bin dabei, mitten unter ihnen.

(Elfriede Jelinek: Die Straße. Die Stadt. Der Überfall. URL: http://www.a-e-m-gmbh.com/ej/fstrasse.htm, 20.03.2014)


Verfasser: Monacensia Literaturarchiv und Bibliothek / Gunna Wendt

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