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"Partie am Kloster": Postkarte um 1930 (c) Ansichtensammlung / Bayerische Staatsbibliothek

Frauenchiemsee: Max Haushofer jr.

Im Jahr 1828 wandert der Landschaftsmaler Max Haushofer von München an den Chiemsee und lässt sich, so die Legende, in einem Einbaum zur Klosterinsel Frauenwörth übersetzen. Er ist begeistert von der Ruhe, der Unberührtheit und den beeindruckenden Motiven, die sich ihm dort bieten. Wieder zuhause in München schwärmt er auch seinen Kollegen davon vor. Im folgenden Jahr pilgert deshalb eine ganze Schar Maler an den See – die Künstlerkolonie Frauenchiemsee wird geboren.

Quartier nehmen die Männer im Gasthaus Zur Linde, doch die Beziehungen zu dessen Wirt Daniel Dumbser sind bald nicht mehr nur geschäftlicher Natur: Im Jahr 1838 heiratet Max Haushofer Dumbsers älteste Tochter Anna, und 1840 feiert man die Hochzeit von Haushofers Kollegen Christoph Ruben mit Annas Schwester Susanna. In diesem Jahr wird auch das zweite Kind von Anna und Max Haushofer geboren und Max getauft, wie der Vater. Max Haushofer jr. wächst in München auf, folgt dem Vater nach Prag, als dieser von seinem Schwager Ruben an die dortige Kunstakademie berufen wird, vollendet zurück in München Schule wie Studium und lehrt ab 1868 an der Münchner TU.

Im April 1907 stirbt Max Haushofer jr. in Gries bei Bozen, beerdigt aber wird er im Familiengrab auf Frauenchiemsee.

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