Bamberger Buch-Geschichten: Karl May und sein Verleger. Buchgestaltung seit 1892
Um Karl May (1842–1912) und die bibliographische Forschung zum Werk des erfolgreichsten deutschen Unterhaltungsschriftstellers dreht sich der Vortrag von Prof. Dr. Stefan Schmatz (Göttingen).
Karl May verliert zunehmend an Publikum. Dazu trägt auch die aktuelle Rassismus- und Kolonialismusdebatte bei. Doch darf man Mays Werk nicht aus heutiger Sicht interpretieren, sondern muss es im Kontext der Zeit lesen. Seine Schriften, die humanistisches und völkerverbindendes Gedankengut vermitteln, bleiben lesenswert und aktuell. Schon lange ist May Gegenstand universitärer Forschung, die Sekundärliteratur hat den Umfang seines Opus längst überschritten. In jüngerer Zeit sind auch die von Sammlern gesuchten und oft zu Höchstpreisen gehandelten zeitgenössischen Bücher als eigene Objekte immer mehr in den Fokus der bibliographischen Forschung gerückt. Besondere Bedeutung kommt dabei den unterschiedlichen Einbandvarianten zu, vor allem der ab 1892 herausgegebenen grün-goldenen Kleinoktav-Ausgabe, die mit geringen Veränderungen bis heute weitergeführt wird.
Prof. Dr. Stefan Schmatz ist Diplom-Chemiker, Diplom-Physiker und Diplom-Mathematiker. Er wurde 1997 promoviert. Nach einem zweijährigen Forschungsaufenthalt in London habilitierte er sich 2002 in Göttingen mit einer Arbeit zur theoretischen und physikalischen Chemie. Seit 2006 ist er außerplanmäßiger Professor an der Georg-August-Universität Göttingen und lehrt zur Dynamik chemischer Reaktionen. Seit vielen Jahren beschäftigt sich Prof. Dr. Stefan Schmatz privat mit Karl May, bislang erschienen über 250 Publikationen von ihm, neben Büchern vor allem Buch- und Zeitschriftenbeiträge insbesondere zu bibliographischen und werksgeschichtlichen Themen. Gemeinsam mit Wolfgang Hermesmeier veröffentlichte er 2000 die Karl-May-Bibliografie 1913–1945. Er sammelt antiquarische und bibliophile Bücher von Werken Karl Mays.
„Bamberger Buch-Geschichten“ ist eine virtuelle Vortragsreihe der Staatsbibliothek Bamberg. Vom 3. November 2026 bis 26. Januar 2027 (mit Weihnachtspause) werden zehn Buch-Geschichten geboten: Immer dienstags um 19:00 Uhr berichten Expertinnen und Experten von Büchern und anderen in der Staatsbibliothek Bamberg verwahrten Schätzen. Die Vortragsreihe wird in Zusammenarbeit mit der Otto-Friedrich-Universität Bamberg (die auch als technischer Kooperationspartner fungiert), der Volkshochschule Bamberg Stadt, dem Colloquium Historicum Wirsbergense und dem Historischen Verein Bamberg durchgeführt. Der Vortrag findet über Zoom statt.
Bamberger Buch-Geschichten: Karl May und sein Verleger. Buchgestaltung seit 1892
Um Karl May (1842–1912) und die bibliographische Forschung zum Werk des erfolgreichsten deutschen Unterhaltungsschriftstellers dreht sich der Vortrag von Prof. Dr. Stefan Schmatz (Göttingen).
Karl May verliert zunehmend an Publikum. Dazu trägt auch die aktuelle Rassismus- und Kolonialismusdebatte bei. Doch darf man Mays Werk nicht aus heutiger Sicht interpretieren, sondern muss es im Kontext der Zeit lesen. Seine Schriften, die humanistisches und völkerverbindendes Gedankengut vermitteln, bleiben lesenswert und aktuell. Schon lange ist May Gegenstand universitärer Forschung, die Sekundärliteratur hat den Umfang seines Opus längst überschritten. In jüngerer Zeit sind auch die von Sammlern gesuchten und oft zu Höchstpreisen gehandelten zeitgenössischen Bücher als eigene Objekte immer mehr in den Fokus der bibliographischen Forschung gerückt. Besondere Bedeutung kommt dabei den unterschiedlichen Einbandvarianten zu, vor allem der ab 1892 herausgegebenen grün-goldenen Kleinoktav-Ausgabe, die mit geringen Veränderungen bis heute weitergeführt wird.
Prof. Dr. Stefan Schmatz ist Diplom-Chemiker, Diplom-Physiker und Diplom-Mathematiker. Er wurde 1997 promoviert. Nach einem zweijährigen Forschungsaufenthalt in London habilitierte er sich 2002 in Göttingen mit einer Arbeit zur theoretischen und physikalischen Chemie. Seit 2006 ist er außerplanmäßiger Professor an der Georg-August-Universität Göttingen und lehrt zur Dynamik chemischer Reaktionen. Seit vielen Jahren beschäftigt sich Prof. Dr. Stefan Schmatz privat mit Karl May, bislang erschienen über 250 Publikationen von ihm, neben Büchern vor allem Buch- und Zeitschriftenbeiträge insbesondere zu bibliographischen und werksgeschichtlichen Themen. Gemeinsam mit Wolfgang Hermesmeier veröffentlichte er 2000 die Karl-May-Bibliografie 1913–1945. Er sammelt antiquarische und bibliophile Bücher von Werken Karl Mays.
„Bamberger Buch-Geschichten“ ist eine virtuelle Vortragsreihe der Staatsbibliothek Bamberg. Vom 3. November 2026 bis 26. Januar 2027 (mit Weihnachtspause) werden zehn Buch-Geschichten geboten: Immer dienstags um 19:00 Uhr berichten Expertinnen und Experten von Büchern und anderen in der Staatsbibliothek Bamberg verwahrten Schätzen. Die Vortragsreihe wird in Zusammenarbeit mit der Otto-Friedrich-Universität Bamberg (die auch als technischer Kooperationspartner fungiert), der Volkshochschule Bamberg Stadt, dem Colloquium Historicum Wirsbergense und dem Historischen Verein Bamberg durchgeführt. Der Vortrag findet über Zoom statt.
