Bamberger Buch-Geschichten: Der Michelsberger Himmelsgarten und seine druckgraphischen Vorlagen
Nach langjähriger Sanierung öffnete die Bamberger Kirche St. Michael am 25. April 2026 wieder ihre Pforten. Vom Himmelsgarten, der dort an die Decke gemalt ist, erzählt Dr. Peter Ruderich (Bamberg).
Ein verheerender Brand zerstörte im April 1610 große Teile der Abteikirche St. Michael in Bamberg. Der Benediktinerabt Johann V. Müller ließ sie rasch wiederherstellen und veranlasste die Bemalung aller Gewölbe. Bis 1617 entstanden über 600 detailreiche Pflanzendarstellungen von einheimischen wie exotischen Bäumen, Sträuchern und Blumen. Der Vortrag spürt den Künstlern dieses heute einmaligen monumentalen Herbariums sowie den druckgraphischen Vorlagen nach. So lieferte ein in der Staatsbibliothek Bamberg aufbewahrtes Exemplar der „Plantarvm Sev Stirpivm Icones“ des Matthias Lobelius von 1581 (Bot.q.13) nachweislich die Grundlage mehrerer Pflanzendarstellungen. Außerdem berichtet Dr. Peter Ruderich von Inhalten und Rezeption des Himmelsgartens und thematisiert Probleme bei seiner Erforschung und seiner Interpretation.
Aufgewachsen in Bamberg, studierte Dr. Peter Ruderich Kunstgeschichte, Historische Grundlagenwissenschaften, Klassische und Mittelalterarchäologie, Kirchengeschichte und Bohemistik in Bamberg, Köln sowie an der Technischen und der Freien Universität Berlin. Er wurde mit einer Baumonographie über Balthasar Neumanns Wallfahrtskirche Vierzehnheiligen promoviert. Er ist seit 1999 als freier Mitarbeiter des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege Koordinator, Organisator und Mitautor des Großinventars der Stadt Bamberg. Seit 1987 ist er Dozent an der Volkshochschule Bamberg Stadt, seit deren Gründung 1998 Vorsitzender der Freunde des Weltkulturerbes Bamberg e.V. und seit 2005 Lehrbeauftragter an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg. Seine Forschungen und Publikationen konzentrieren sich auf die mittelalterliche und neuzeitliche Kulturgeschichte Frankens.
„Bamberger Buch-Geschichten“ ist eine virtuelle Vortragsreihe der Staatsbibliothek Bamberg. Vom 3. November 2026 bis 26. Januar 2027 (mit Weihnachtspause) werden zehn Buch-Geschichten geboten: Immer dienstags um 19:00 Uhr berichten Expertinnen und Experten von Büchern und anderen in der Staatsbibliothek Bamberg verwahrten Schätzen. Die Vortragsreihe wird in Zusammenarbeit mit der Otto-Friedrich-Universität Bamberg (die auch als technischer Kooperationspartner fungiert), der Volkshochschule Bamberg Stadt, dem Colloquium Historicum Wirsbergense und dem Historischen Verein Bamberg durchgeführt. Der Vortrag findet über Zoom statt.
Bamberger Buch-Geschichten: Der Michelsberger Himmelsgarten und seine druckgraphischen Vorlagen
Nach langjähriger Sanierung öffnete die Bamberger Kirche St. Michael am 25. April 2026 wieder ihre Pforten. Vom Himmelsgarten, der dort an die Decke gemalt ist, erzählt Dr. Peter Ruderich (Bamberg).
Ein verheerender Brand zerstörte im April 1610 große Teile der Abteikirche St. Michael in Bamberg. Der Benediktinerabt Johann V. Müller ließ sie rasch wiederherstellen und veranlasste die Bemalung aller Gewölbe. Bis 1617 entstanden über 600 detailreiche Pflanzendarstellungen von einheimischen wie exotischen Bäumen, Sträuchern und Blumen. Der Vortrag spürt den Künstlern dieses heute einmaligen monumentalen Herbariums sowie den druckgraphischen Vorlagen nach. So lieferte ein in der Staatsbibliothek Bamberg aufbewahrtes Exemplar der „Plantarvm Sev Stirpivm Icones“ des Matthias Lobelius von 1581 (Bot.q.13) nachweislich die Grundlage mehrerer Pflanzendarstellungen. Außerdem berichtet Dr. Peter Ruderich von Inhalten und Rezeption des Himmelsgartens und thematisiert Probleme bei seiner Erforschung und seiner Interpretation.
Aufgewachsen in Bamberg, studierte Dr. Peter Ruderich Kunstgeschichte, Historische Grundlagenwissenschaften, Klassische und Mittelalterarchäologie, Kirchengeschichte und Bohemistik in Bamberg, Köln sowie an der Technischen und der Freien Universität Berlin. Er wurde mit einer Baumonographie über Balthasar Neumanns Wallfahrtskirche Vierzehnheiligen promoviert. Er ist seit 1999 als freier Mitarbeiter des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege Koordinator, Organisator und Mitautor des Großinventars der Stadt Bamberg. Seit 1987 ist er Dozent an der Volkshochschule Bamberg Stadt, seit deren Gründung 1998 Vorsitzender der Freunde des Weltkulturerbes Bamberg e.V. und seit 2005 Lehrbeauftragter an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg. Seine Forschungen und Publikationen konzentrieren sich auf die mittelalterliche und neuzeitliche Kulturgeschichte Frankens.
„Bamberger Buch-Geschichten“ ist eine virtuelle Vortragsreihe der Staatsbibliothek Bamberg. Vom 3. November 2026 bis 26. Januar 2027 (mit Weihnachtspause) werden zehn Buch-Geschichten geboten: Immer dienstags um 19:00 Uhr berichten Expertinnen und Experten von Büchern und anderen in der Staatsbibliothek Bamberg verwahrten Schätzen. Die Vortragsreihe wird in Zusammenarbeit mit der Otto-Friedrich-Universität Bamberg (die auch als technischer Kooperationspartner fungiert), der Volkshochschule Bamberg Stadt, dem Colloquium Historicum Wirsbergense und dem Historischen Verein Bamberg durchgeführt. Der Vortrag findet über Zoom statt.
