Bamberger Buch-Geschichten: Die Stammbücher der Staatsbibliothek Bamberg
Dr. Christopher Retsch (Bamberg) erläutert Freundschaftsbekundungen, die ab der Mitte des 16. Jahrhunderts in Stammbüchern gesammelt und teils künstlerisch hochwertig illustriert wurden.
Die auch „Alba amicorum“ oder „Freundschaftsalben“ genannten Stammbücher sind Sammlungen vielfältiger handschriftlicher Widmungen. Die Tradition, Freunde, Bekannte und Verwandte zur freundlichen Erinnerung um einen Eintrag in ein Stammbuch zu bitten, reicht bis in die Mitte des 16. Jahrhunderts zurück und wird heute noch mit den vorgedruckten Freundebüchern in den Schulen gepflegt. Die Staatsbibliothek Bamberg besitzt eine ansehnliche Sammlung derartiger Stammbücher und Poesiealben, von den Anfängen bis zum Ende des 20. Jahrhunderts. Deren älteste Exemplare vom 16. bis zum 18. Jahrhundert wurden in den letzten Jahren im Zuge des Projekts der frühneuzeitlichen Stammbücher digitalisiert und wissenschaftlich erschlossen. Die mal besonders reich ausgeschmückten, mal mit Notenstücken angereicherten, mal schlicht in Textform daherkommenden Bücher geben Einblicke in vergangene Epochen, insbesondere in die Welt der Studentenschaft, der Gelehrten, des Adels und des gehobenen Bürgertums. Sie zeichnen Reisen und Biographien einzelner Stammbuchhalterinnen und -halter nach und dokumentieren die Personennetzwerke, in denen diese sich bewegten. Der Vortrag möchte einen kleinen Einblick in die Bamberger Sammlung geben.
Dr. Christopher Retsch studierte Mittelalterstudien und Denkmalpflege an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg. Er wurde im Fach Kunstgeschichte promoviert. Nach Arbeiten an und für verschiedene Museen war er in den letzten drei Jahren an der Staatsbibliothek Bamberg für die wissenschaftliche Erschließung der Stammbuchsammlung, gefördert von der Fritz Thyssen Stiftung, tätig.
„Bamberger Buch-Geschichten“ ist eine virtuelle Vortragsreihe der Staatsbibliothek Bamberg. Vom 3. November 2026 bis 26. Januar 2027 (mit Weihnachtspause) werden zehn Buch-Geschichten geboten: Immer dienstags um 19:00 Uhr berichten Expertinnen und Experten von Büchern und anderen in der Staatsbibliothek Bamberg verwahrten Schätzen. Die Vortragsreihe wird in Zusammenarbeit mit der Otto-Friedrich-Universität Bamberg (die auch als technischer Kooperationspartner fungiert), der Volkshochschule Bamberg Stadt, dem Colloquium Historicum Wirsbergense und dem Historischen Verein Bamberg durchgeführt. Der Vortrag findet über Zoom statt.
Bamberger Buch-Geschichten: Die Stammbücher der Staatsbibliothek Bamberg
Dr. Christopher Retsch (Bamberg) erläutert Freundschaftsbekundungen, die ab der Mitte des 16. Jahrhunderts in Stammbüchern gesammelt und teils künstlerisch hochwertig illustriert wurden.
Die auch „Alba amicorum“ oder „Freundschaftsalben“ genannten Stammbücher sind Sammlungen vielfältiger handschriftlicher Widmungen. Die Tradition, Freunde, Bekannte und Verwandte zur freundlichen Erinnerung um einen Eintrag in ein Stammbuch zu bitten, reicht bis in die Mitte des 16. Jahrhunderts zurück und wird heute noch mit den vorgedruckten Freundebüchern in den Schulen gepflegt. Die Staatsbibliothek Bamberg besitzt eine ansehnliche Sammlung derartiger Stammbücher und Poesiealben, von den Anfängen bis zum Ende des 20. Jahrhunderts. Deren älteste Exemplare vom 16. bis zum 18. Jahrhundert wurden in den letzten Jahren im Zuge des Projekts der frühneuzeitlichen Stammbücher digitalisiert und wissenschaftlich erschlossen. Die mal besonders reich ausgeschmückten, mal mit Notenstücken angereicherten, mal schlicht in Textform daherkommenden Bücher geben Einblicke in vergangene Epochen, insbesondere in die Welt der Studentenschaft, der Gelehrten, des Adels und des gehobenen Bürgertums. Sie zeichnen Reisen und Biographien einzelner Stammbuchhalterinnen und -halter nach und dokumentieren die Personennetzwerke, in denen diese sich bewegten. Der Vortrag möchte einen kleinen Einblick in die Bamberger Sammlung geben.
Dr. Christopher Retsch studierte Mittelalterstudien und Denkmalpflege an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg. Er wurde im Fach Kunstgeschichte promoviert. Nach Arbeiten an und für verschiedene Museen war er in den letzten drei Jahren an der Staatsbibliothek Bamberg für die wissenschaftliche Erschließung der Stammbuchsammlung, gefördert von der Fritz Thyssen Stiftung, tätig.
„Bamberger Buch-Geschichten“ ist eine virtuelle Vortragsreihe der Staatsbibliothek Bamberg. Vom 3. November 2026 bis 26. Januar 2027 (mit Weihnachtspause) werden zehn Buch-Geschichten geboten: Immer dienstags um 19:00 Uhr berichten Expertinnen und Experten von Büchern und anderen in der Staatsbibliothek Bamberg verwahrten Schätzen. Die Vortragsreihe wird in Zusammenarbeit mit der Otto-Friedrich-Universität Bamberg (die auch als technischer Kooperationspartner fungiert), der Volkshochschule Bamberg Stadt, dem Colloquium Historicum Wirsbergense und dem Historischen Verein Bamberg durchgeführt. Der Vortrag findet über Zoom statt.
