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09.07.2014, 14:15 Uhr
Frank Piontek
Jean-Paul-Reihe
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Jean Paul selbst nannte seinen Debütroman eine „geborne Ruine“: Frank Piontek liest „Die unsichtbare Loge“ von Jean Paul, Tag für Tag, von der ersten bis zur letzten Seite, und bloggt darüber.

Logen-Blog [433]: Nächtliche Kollegen unter sich

Der depressive Besuch endet erstaunlich abrupt: zum einen mit einem Kollektiv, zum anderen mit einem Individuum. Hier die trabende und waldhornierende Jagd-Genossenschaft des Fürsten, dort der Nachbar des Erzählers. Hier die Erzählung der Störung der Gesellschaft der drei gleichsam nächtlichen Freunde, dort die Unterbrechung des Schreibens durch den anderen Lehrer.

Um 1920 stattete der Wiener Klimt-Schüler Anton Kling eine Ausgabe des Wuz aus, die in der Dieterich'schen Verlagsbuchhandlung in Leipzig erschien.

Das Schulmeisterlein Wutz tritt eben in meine Stube herein und sagt, er für seine Person habe an noch keinem Andreastage so viel geschrieben.

So, wie das Schulmeisterlein an seinen Gesammelten Werken schreibt, so werkelt „Jean Paul“ an seinem Roman. Schriftsteller sind sie beide: wenn auch aus verschiedenen Professionen, Interessen und Techniken. Nun, so soll denn aufgehört werden – zumindest mit dem 35. Sektor.

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