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23.03.2014, 17:24 Uhr
Frank Piontek
Jean-Paul-Reihe
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Jean Paul selbst nannte seinen Debütroman eine „geborne Ruine“: Frank Piontek liest „Die unsichtbare Loge“ von Jean Paul, Tag für Tag, von der ersten bis zur letzten Seite, und bloggt darüber.

Logen-Blog [385]: Auch in Bayreuth wird erneut gefeiert – zumindest ein Bisschen

Ganz Bayreuth feiert den Geburtstag Jean Pauls.

Ganz Bayreuth? Um ehrlich zu sein: es sind ein paar sehr versprengte Grüppchen, die sich am verregneten Samstag aufmachen, um den Dichter in Führungen, Lesungen und, dank des guten Stephan Klenner-Otto und seiner Kunst, an der Druckerpresse zu feiern – die üblichen Verdächtigen und ein paar Unschuldige, aber keiner würde behaupten, dass man im 251. Geburtstagsjahr des Genies dasselbe nicht derart aktiv feiern sollte.  Es wäre – dies die blanke Hoffnung – nicht die erste Tradition, die bescheiden anhebt.

Heute steht ein zweiter Wochenendtag an; auch der Blogger ist gespannt, wie viele literarisch affine Hunde er aus ihrer gemütlichen Ecke hinter dem sprichwörtlichen Ofen hervorlocken wird, bevor er wieder sein Lieblingskind – das Museum – betreten wird.

Die Wilhelmine-Torte ist gegessen.

Eine junge Frau bereitet sich auf die nächste Lesung alter Texte vor.

The Others oder Draußen laufen die guten Geister der oberfränkischen Vergangenheit vorbei: die Bad Stebener Biedermeierfreunde.

Arkadien war einmal – auch beim neuen Büro der Bayreuther KulturPartner, unter deren einstigem Dach der längste Teil des Jean-Paul-Wegs entstand. Nun residieren sie in Jean Pauls letzten Bayreuther Wohn- und erstem Sterbehaus: in der Friedrichstraße 5.

Nicht ohne meine Aphorismen. Ein Blick in das Erdgeschoss des wichtigsten Bayreuther Jean-Paul-Hauses, in dem sich das Museum – nicht befindet.

Und abends geht es in Bayreuths kleinstes Opernhaus, das entzückende Operla, wo für die versammelte Bayreuther Jean-Paul-Familie ein Stück über den Mann aus Wunsiedel aufgeführt wird. Sobald sich alle gesetzt haben und die Festreden verklungen sind, wird sich der Vorhang öffnen.

Fotos: Frank Piontek, 22.3. 2014



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