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11.02.2014, 16:58 Uhr
Frank Piontek
Jean-Paul-Reihe
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Jean Paul selbst nannte seinen Debütroman eine „geborne Ruine“: Frank Piontek liest „Die unsichtbare Loge“ von Jean Paul, Tag für Tag, von der ersten bis zur letzten Seite, und bloggt darüber.

Logen-Blog [345]: Kleiner Nachtrag zum Blick der Bouse

Eines gilt es noch zu beachten: die Notiz, dass die schönen Augen der Frau von Bouse eine kleine, gar nicht so unbedeutende Rolle in diesem postmortalen Trauerspiel übernommen haben:

Wie schön begleiteten ihre vollen Augen dieses Geschenk mit dem Geschenk aus ihrem weichen Herzen!

Können diese Augen lügen?

Nein, sie können es nicht – der Erzähler weiß, was er schreibt, wenn er der Frau von Bouse ein weiches Herz zuschreibt, als sie dem verstorbenen Freund ein Grabmal auf ihrem Grundstück erlaubt.

Es kommt hinzu: die Stimme.

Nie ist, sagt Jean Paul, die weibliche Stimme schöner als im Trösten.

Womit die kleine Physiologie der weiblichen Gesichtssprache genug skizziert wäre.



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