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28.11.2013, 13:01 Uhr
Frank Piontek
Jean-Paul-Reihe
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Jean Paul selbst nannte seinen Debütroman eine „geborne Ruine“: Frank Piontek liest „Die unsichtbare Loge“ von Jean Paul, Tag für Tag, von der ersten bis zur letzten Seite, und bloggt darüber.

Logen-Blog [288]: Pfaffenhofener Einlegeblatt

Anlässlich der 193. Wiederkehr des kurzen mittäglichen Besuchs Jean Pauls am 9. Juli 1820

Warum setzt ein Reisender in kleinen Städten kleine Freuden derselben voraus?

Sieht er nicht in den wenigen Gassen geputzte Menschen gehen für Ball und Klub und Dame?

Ein Kleinstädter nimmt unbewußt in sich die Großstadt auf und glaubt ihr sich ähnlich.

Warum sollen denn kleine Städte nicht freudig sein?

Eigentlich freudiger sind sie als Dörfer und Residenzen.

Hier ist also nicht (wie die Reisenden tun) zu bemitleiden, sondern nur zu beneiden.

Warum gibt es eigentlich keine SÄULE in Pfaffenhofen, da doch der Dichter auch einmal hier war, als er 1820 von München nach Bayreuth zurückreiste? Da er sich doch so schön über das Städtchen geäußert hat?

Ich ziehe die Frage zurück – denn sie ist rein rhetorischer Natur.

Fotos: Frank Piontek, 28.11. 2013

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