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20.08.2013, 11:45 Uhr
Frank Piontek
Jean-Paul-Reihe
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Jean Paul selbst nannte seinen Debütroman eine „geborne Ruine“: Frank Piontek liest „Die unsichtbare Loge“ von Jean Paul, Tag für Tag, von der ersten bis zur letzten Seite, und bloggt darüber.

Logen-Blog [232]: Auch das Gute muss uns gefallen

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Motto der französischen Revolutionäre

„Jean Paul“ freut sich darauf, den Dr. Fenk wiederzusehen. Er ist für ihn ein „moralischer Optimist“, der eine „höhere Toleranz“ besitzt und Sinne hat „für Weiber und Helden, für Wissenschaften und Lustpartien, für Trauer- und Lustspiele, für Natur und für Höfe“, ergo: der ein alter ego seines Erfinders ist. Man kann, ohne weitere Worte, folgende Sätze – geschrieben in den ersten Jahren der Französischen Revolution – kommentarlos zitieren:

Diese Toleranz findet an jeder Meinung das Wahre, an jeder Gattung des Schönen das Schöne, an jeder Laune das Komische und hält an Menschen, Völkern und Büchern die Verschiedenheit und Eigentümlichkeit der Vorzüge nicht für die Abwesenheit derselben. Nicht bloß das Beste muss uns gefallen; auch das Gute und alles.



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