Der Literaturpreis Fulda 2026 geht an Anja Gmeinwieser
Der Literaturpreis Fulda 2026 wird an Anja Gmeinwieser für ihren Debütroman Wir Königinnen vergeben. Er erscheint am 27. Februar 2026 im Berlin Verlag. Die fünfköpfige Jury lobt das Werk als bedeutendstes Romandebüt des Herbstes 2025 / Frühjahrs 2026. Das Preisgeld beträgt 10.000 Euro. Am 3. Juni 2026 findet die feierliche Verleihung im Fürstensaal des Fuldaer Schlosses statt.
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Insgesamt wurden 43 deutschsprachige Werken eingereicht, von denen es sechs Stück in die engere Auswahl geschafft haben. Schließlich konnte sich der Roman von Anja Gmeinwieser bei der Jury durchsetzen. Der Preis wird von der Stadt Fulda in Zusammenarbeit mit dem Kulturamt von Silke Hartmann von der Agentur „Kulturperle – Kommunikation und Kulturmanagement“ verliehen.
Die Jurybegründung
„Anja Gmeinwieser ist mit ihrem Roman Wir Königinnen das Kunststück gelungen, eine coole Roadnovel mit einer ebenso zarten wie wilden Liebesgeschichte zu verbinden, dabei zugleich von Ausbeutung und prekären Arbeitsbedingungen in der brutalen Welt internationalisierter Tiertransporte zu erzählen, ohne je in wohlfeilen Aktivismus zu verfallen: Zwei Frauen – eine Fernfahrerin, die sich und ihr Kind durchbringen muss, und eine junge Lehrerin, die zwar alles hat, aber trotzdem nicht klarkommt in ihrem Leben – versuchen eine Herde Kühe in einem Lkw in die Türkei zu bringen, während die Gluthitze des Sommers das Überleben der Tiere im engen Laderaum zunehmend gefährdet.“
In einer Sprache, die lakonisch, punktgenau und immer wieder von groteskem Humor durchzogen sei, nehme die Autorin ihre Leserschaft mit „auf diese spannende, absurde, oft anrührende und manchmal auch todtraurige Reise quer durch Europa. Sie beschönigt nichts und gibt doch am Ende die Hoffnung nicht auf.“
Der Inhalt des Buches
Eine Frau wandert durch die Piemonteser Alpen, ihre kreisenden Gedanken finden keine Ruhe. Da kreuzt die pragmatische Lkw-Fahrerin Anna mit einer Ladung trächtiger Kühe ihren Weg. Aus einem spontanen »Ich fahre mit« wird eine gemeinsame Reise Richtung Türkei. Zwischen Staub und Hitze ringen die ungleichen Frauen um Verständigung: Ihre Gespräche, unterstützt von einem zuweilen halluzinierenden Handy-Übersetzer, entdecken die Poesie im Alltäglichen. Anna jongliert Mutterrolle und Beruf, während ihre schweigsame Begleiterin sich in Zweifeln verliert. Ein Tag am See bringt kurzzeitige Harmonie, doch der Tod eines Rindes wirft Schatten voraus. An der EU-Außengrenze, wo Kühe und Träume stranden, mündet ihre Odyssee schließlich in einen Akt der Befreiung.
Die Preisträgerin
Anja Gmeinwieser, geboren 1989, studierte Soziale Arbeit sowie Politik-, Theater- und Medienwissenschaften in München und Erlangen. 2018/19 war sie auf der Shortlist des Wortmeldungen-Förderpreises, 2022/23 Teilnehmerin der Romanwerkstatt des Literaturhauses München und 2023 Finalistin beim Open Mike. Sie lebt in der Nähe von Nürnberg.
Die Jury
Der Jury für das Jahr 2026 gehörten drei Schriftsteller und zwei Literaturkritiker an: Anna Yeliz Schentke (S. Fischer Verlag), Zsuzsa Bánk (S. Fischer Verlag), Christoph Peters (Luchterhand Literaturverlag), Christoph Schröder (Literaturkritiker an Uni Main und Köln) und Literaturkritikerin Julia Schröder (SWR und Deutschlandfunk). Julia Schröder hält außerdem am 3. Juni 2026 die Laudatio.
Der Literaturpreis Fulda 2026 geht an Anja Gmeinwieser>
Der Literaturpreis Fulda 2026 wird an Anja Gmeinwieser für ihren Debütroman Wir Königinnen vergeben. Er erscheint am 27. Februar 2026 im Berlin Verlag. Die fünfköpfige Jury lobt das Werk als bedeutendstes Romandebüt des Herbstes 2025 / Frühjahrs 2026. Das Preisgeld beträgt 10.000 Euro. Am 3. Juni 2026 findet die feierliche Verleihung im Fürstensaal des Fuldaer Schlosses statt.
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Insgesamt wurden 43 deutschsprachige Werken eingereicht, von denen es sechs Stück in die engere Auswahl geschafft haben. Schließlich konnte sich der Roman von Anja Gmeinwieser bei der Jury durchsetzen. Der Preis wird von der Stadt Fulda in Zusammenarbeit mit dem Kulturamt von Silke Hartmann von der Agentur „Kulturperle – Kommunikation und Kulturmanagement“ verliehen.
Die Jurybegründung
„Anja Gmeinwieser ist mit ihrem Roman Wir Königinnen das Kunststück gelungen, eine coole Roadnovel mit einer ebenso zarten wie wilden Liebesgeschichte zu verbinden, dabei zugleich von Ausbeutung und prekären Arbeitsbedingungen in der brutalen Welt internationalisierter Tiertransporte zu erzählen, ohne je in wohlfeilen Aktivismus zu verfallen: Zwei Frauen – eine Fernfahrerin, die sich und ihr Kind durchbringen muss, und eine junge Lehrerin, die zwar alles hat, aber trotzdem nicht klarkommt in ihrem Leben – versuchen eine Herde Kühe in einem Lkw in die Türkei zu bringen, während die Gluthitze des Sommers das Überleben der Tiere im engen Laderaum zunehmend gefährdet.“
In einer Sprache, die lakonisch, punktgenau und immer wieder von groteskem Humor durchzogen sei, nehme die Autorin ihre Leserschaft mit „auf diese spannende, absurde, oft anrührende und manchmal auch todtraurige Reise quer durch Europa. Sie beschönigt nichts und gibt doch am Ende die Hoffnung nicht auf.“
Der Inhalt des Buches
Eine Frau wandert durch die Piemonteser Alpen, ihre kreisenden Gedanken finden keine Ruhe. Da kreuzt die pragmatische Lkw-Fahrerin Anna mit einer Ladung trächtiger Kühe ihren Weg. Aus einem spontanen »Ich fahre mit« wird eine gemeinsame Reise Richtung Türkei. Zwischen Staub und Hitze ringen die ungleichen Frauen um Verständigung: Ihre Gespräche, unterstützt von einem zuweilen halluzinierenden Handy-Übersetzer, entdecken die Poesie im Alltäglichen. Anna jongliert Mutterrolle und Beruf, während ihre schweigsame Begleiterin sich in Zweifeln verliert. Ein Tag am See bringt kurzzeitige Harmonie, doch der Tod eines Rindes wirft Schatten voraus. An der EU-Außengrenze, wo Kühe und Träume stranden, mündet ihre Odyssee schließlich in einen Akt der Befreiung.
Die Preisträgerin
Anja Gmeinwieser, geboren 1989, studierte Soziale Arbeit sowie Politik-, Theater- und Medienwissenschaften in München und Erlangen. 2018/19 war sie auf der Shortlist des Wortmeldungen-Förderpreises, 2022/23 Teilnehmerin der Romanwerkstatt des Literaturhauses München und 2023 Finalistin beim Open Mike. Sie lebt in der Nähe von Nürnberg.
Die Jury
Der Jury für das Jahr 2026 gehörten drei Schriftsteller und zwei Literaturkritiker an: Anna Yeliz Schentke (S. Fischer Verlag), Zsuzsa Bánk (S. Fischer Verlag), Christoph Peters (Luchterhand Literaturverlag), Christoph Schröder (Literaturkritiker an Uni Main und Köln) und Literaturkritikerin Julia Schröder (SWR und Deutschlandfunk). Julia Schröder hält außerdem am 3. Juni 2026 die Laudatio.
