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Geburtsjahr: 1966
in Mannheim
Foto: Gerald von Foris

Christof Weigold

Christof Weigold wird 1966 in Mannheim geboren und wächst in Südbaden auf. Er schreibt von klein auf Texte, spielt aber auch mit dem Gedanken, Schauspieler zu werden. 1985 zieht er nach München und beginnt, sich als Autodidakt zum Autor zu bilden. Sein Theaterstück Links der Isar, mit 19 geschrieben, wird 1988 im Rahmen des „Münchner Autorentheater-Wettbewerbs“ in der Black Box des Gasteig uraufgeführt (Jury u.a.: Tankred Dorst, Hans-Joachim Ruckhäberle). Im gleichen Jahr nimmt er mit dem Stück in Sydney, Australien, am „International Festival Of Young Playwrights“ teil, 1989 am Seminar der Bertelsmann-Stiftung für Theaterautoren in Hamburg. Von 1990 an veröffentlicht er zahlreiche Satiren für „Die letzte Seite am Wochenende“ der Süddeutschen Zeitung. Er arbeitet in Filmproduktionen und wendet sich der Arbeit als Drehbuchautor zu. 1996 geht er nach Köln, wo er bis 1999 als fester Autor an rund 600 Sendungen der „Harald Schmidt-Show“ mitwirkt und dafür auch häufig als Darsteller vor der Kamera steht. Seit 2000 arbeitet er als freier Drehbuchautor für Film und Fernsehen und zieht wieder nach München.

Weigold schreibt die Bücher für Fernsehfilme (Meine Hochzeit ohne mich, Ich bin ein Berliner) sowie diverse Drehbücher für Kinoprojekte, meistens Komödien. Für das Zweite-Weltkriegsdrama Der Frontbuchhändler erhält er 2013 eine Drehbuchförderung des FFF Bayern.

Sein Theaterstück Ich bin nicht Karl May über die kriminelle Anfangszeit des Dichters erhält im Mai 2013 an den Sächsischen Landesbühnen Radebeul eine Ur-Lesung.

Nach jahrelanger Vorarbeit – der erste Entwurf stammt sogar aus den 1980er-Jahren – realisiert Weigold ab 2015 sein erstes Romanprojekt Der Mann, der nicht mitspielt, einen historischen Krimi um den deutschen Privatdetektiv Hardy Engel im Hollywood der Zwanziger Jahre, konzipiert als Auftakt einer Reihe, im Stil des „Krimi noir“.

Engel, ein gescheiterter Schauspieler, gerät in authentische Skandale und Mordfälle der Stummfilmzeit, gleichzeitig zeichnet die Reihe ein Sittenbild des damaligen Hollywoods, das sich gerade erst von einem staubigen Dorf zur Filmmetropole wandelt. Das erste Buch behandelt den Skandal um Starkomiker Fatty Arbuckle – angeblich verantwortlich für den Tod eines Starlets auf einer wilden Party –, der Hollywood 1921 an den Abgrund brachte und zu einem grundlegenden Wandel zwang. Es spielt u.a. in der dortigen Kolonie der Deutschen rund um Universal-Gründer Carl Laemmle. Zahlreiche bekannte Stars wie Erich von Stroheim, Charlie Chaplin, Buster Keaton treten auf. Der Stoff gibt dem Autor auch Gelegenheit, die reichhaltigen Erfahrungen, die er selbst mit der Filmbranche – mit Produzenten, Regisseuren und Schauspielern – gemacht hat, zu verarbeiten.

Der Mann, der nicht mitspielt wird im Februar 2018 im Verlag Kiepenheuer & Witsch veröffentlicht. Im Frühjahr 2019 folgt der zweite Band der Reihe, in dem es Detektiv Hardy Engel im Hollywood des Jahres 1922 mit dem mysteriösen Mordfall des Regisseurs William Desmond Taylor zu tun bekommt. Weitere Bände sind in Planung.

Die Buchpremiere seines ersten Romans am 22. März 2018 auf dem Krimifestival München fällt auf den Tag genau zusammen mit Weigolds 30-jährigem Bühnenjubiläum, dem Datum der Uraufführung seines ersten Theaterstücks 1988.

Christof Weigold spielt auch als Schauspieler in einer Nebenrolle in Alexander Adolphs BR-Film Der große Rudolph über den Modezar Moshammer im München des Jahres 1983, der 2018 auf dem Filmfest München Premiere hat.

Er lebt in München-Schwabing.

Verfasser: Christof Weigold / Bayerische Staatsbibliothek


Externe Links:

Literatur von Christof Weigold im BVB

Zur Homepage des Autors

Christof Weigold bei Kiepenheuer & Witsch

Youtube-Video zu Der Mann, der nicht mitspielt (Audio Verlag)

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