Florian Scheibe
Florian Scheibe, geboren 1971 in München, ist Autor von Romanen, Drehbüchern und Theaterstücken. Seine multiperspektivischen Texte verhandeln mit psychologischer Präzision, Ironie und Humor aktuelle gesellschaftliche Themen.
Werdegang
Nach dem Abitur zieht Florian Scheibe nach Bremen, wo er ein Masterstudium in Kulturwissenschaft und Geschichte absolviert. 1998 folgt der Umzug nach Berlin. Hier studiert Scheibe an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Regie. Im Laufe seiner Karriere übt er verschiedene Tätigkeiten aus, darunter Taxifahrer, Journalist, Aufnahmeleiter, Regieassistent, wissenschaftlicher Mitarbeiter sowie Lektor in einem auf Lebens-, Familien- und Firmengeschichten spezialisierten Verlag, für den er seit 2011 außerdem als Autobiografiker tätig ist. Er lebt mit seiner Familie in Berlin und in der Uckermark.
Wichtige Werke (Auswahl)
Florian Scheibe schreibt Texte für verschiedene Anthologien und Literaturzeitschriften. Außerdem verfasst er ab 2016 mehrere Theaterstücke, die in Bühnen in Berlin, Köln, Bonn, Wien, Salzburg und Bern aufgeführt werden, etwa die Komödien Die Einladung (2018) und Sex and Breakfast (2019) sowie Fleisch (2022) und Das perfekte Paar (2025).
2012 erscheint sein Debütroman Weiße Stunde im Wiener Verlag °luftschacht. Sein zweiter Roman Kollisionen wird 2016 bei Klett Cotta veröffentlicht. Anschließend erscheinen seine Bücher bei dem Penguin Random House-Imprint btb. Auf Der Biss (2022) folgen die Romane Paraiso (2024) und Die Verluste (2026). Letzterer erzählt fünfstimmig von einem wankenden Familienpatriarch kurz vor seinem achtzigsten Geburtstag, der mit der Idee liebäugelt, einen privaten Luxus-Bunker zu bauen, worauf die Beziehungen, Probleme und Lebenslügen der Familie ans Licht kommen.
Neben seiner literarischen Tätigkeit realisiert Scheibe mehrere preisgekrönte Kurzfilme als Drehbuchautor und Regisseur, etwa Ohne Netz und doppelten Boden (2000) und Manson’s Dream (2004).
Stil / Rezeption
„Eine eindrucksvoll erzählte, sprachlich virtuose Studie über Wahn und Realitätsverlust“ nennt Joachim Feldmann (Culturmag) Scheibes Roman Weiße Stunde. Ähnlich folgt auch Wiebke Porombka (Frankfurter Allgemeine Zeitung) atemlos dem „solipsistischen Ich-Erzähler“ und lobt das Debüt für seine Spannung.
Auch den aus zwei Perspektiven erzählten Beziehungsroman Paraiso bewerten Rezensenten als „irrsinnig spannend“ (Petra Hartlieb, ORF Studio 2) und mit einer „psychologischen Tiefe und Glaubwürdigkeit“ ausgestattet (Franziska Gerstenberger).
Bei aller psychologischen Präzision ist es eine „Leichtigkeit und Selbstverständlichkeit im Erzählen“, die Florian in seinen Romanen zu transportieren sucht, wie er in einem von der Penguin Random House Verlagsgruppe veröffentlichten Interview preisgibt. Über seinen Roman Die Verluste sagt er: „Jede der fünf Figuren erlebt kleine bis mittlere Dramen, und immer war mein Versuch, auch das Komische darin zu sehen.“
Als literarische Einflüsse nennt er zahlreiche Autoren und Autorinnen aus dem angloamerikanischen Raum, die diese Erzählweise umsetzen: Jonathan Franzen, T.C. Boyle, Richard Powers, Zadie Smith und Nathan Hill.
Preise & Auszeichnungen
2012 wird Scheibe mit seinem Debütroman Weiße Stunde für den Debütpreis im Buddenbrookhaus nominiert. Im gleichen Jahr ist er Endrundenteilnehmer des Floriana Literaturpreises der Marktgemeinde St. Florian in Oberösterreich. 2013 ist er mit dem Romanprojekt Kollisionen Stipendiat der Autorenwerkstatt des Literarischen Colloquiums Berlin.
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Florian Scheibe, geboren 1971 in München, ist Autor von Romanen, Drehbüchern und Theaterstücken. Seine multiperspektivischen Texte verhandeln mit psychologischer Präzision, Ironie und Humor aktuelle gesellschaftliche Themen.
Werdegang
Nach dem Abitur zieht Florian Scheibe nach Bremen, wo er ein Masterstudium in Kulturwissenschaft und Geschichte absolviert. 1998 folgt der Umzug nach Berlin. Hier studiert Scheibe an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Regie. Im Laufe seiner Karriere übt er verschiedene Tätigkeiten aus, darunter Taxifahrer, Journalist, Aufnahmeleiter, Regieassistent, wissenschaftlicher Mitarbeiter sowie Lektor in einem auf Lebens-, Familien- und Firmengeschichten spezialisierten Verlag, für den er seit 2011 außerdem als Autobiografiker tätig ist. Er lebt mit seiner Familie in Berlin und in der Uckermark.
Wichtige Werke (Auswahl)
Florian Scheibe schreibt Texte für verschiedene Anthologien und Literaturzeitschriften. Außerdem verfasst er ab 2016 mehrere Theaterstücke, die in Bühnen in Berlin, Köln, Bonn, Wien, Salzburg und Bern aufgeführt werden, etwa die Komödien Die Einladung (2018) und Sex and Breakfast (2019) sowie Fleisch (2022) und Das perfekte Paar (2025).
2012 erscheint sein Debütroman Weiße Stunde im Wiener Verlag °luftschacht. Sein zweiter Roman Kollisionen wird 2016 bei Klett Cotta veröffentlicht. Anschließend erscheinen seine Bücher bei dem Penguin Random House-Imprint btb. Auf Der Biss (2022) folgen die Romane Paraiso (2024) und Die Verluste (2026). Letzterer erzählt fünfstimmig von einem wankenden Familienpatriarch kurz vor seinem achtzigsten Geburtstag, der mit der Idee liebäugelt, einen privaten Luxus-Bunker zu bauen, worauf die Beziehungen, Probleme und Lebenslügen der Familie ans Licht kommen.
Neben seiner literarischen Tätigkeit realisiert Scheibe mehrere preisgekrönte Kurzfilme als Drehbuchautor und Regisseur, etwa Ohne Netz und doppelten Boden (2000) und Manson’s Dream (2004).
Stil / Rezeption
„Eine eindrucksvoll erzählte, sprachlich virtuose Studie über Wahn und Realitätsverlust“ nennt Joachim Feldmann (Culturmag) Scheibes Roman Weiße Stunde. Ähnlich folgt auch Wiebke Porombka (Frankfurter Allgemeine Zeitung) atemlos dem „solipsistischen Ich-Erzähler“ und lobt das Debüt für seine Spannung.
Auch den aus zwei Perspektiven erzählten Beziehungsroman Paraiso bewerten Rezensenten als „irrsinnig spannend“ (Petra Hartlieb, ORF Studio 2) und mit einer „psychologischen Tiefe und Glaubwürdigkeit“ ausgestattet (Franziska Gerstenberger).
Bei aller psychologischen Präzision ist es eine „Leichtigkeit und Selbstverständlichkeit im Erzählen“, die Florian in seinen Romanen zu transportieren sucht, wie er in einem von der Penguin Random House Verlagsgruppe veröffentlichten Interview preisgibt. Über seinen Roman Die Verluste sagt er: „Jede der fünf Figuren erlebt kleine bis mittlere Dramen, und immer war mein Versuch, auch das Komische darin zu sehen.“
Als literarische Einflüsse nennt er zahlreiche Autoren und Autorinnen aus dem angloamerikanischen Raum, die diese Erzählweise umsetzen: Jonathan Franzen, T.C. Boyle, Richard Powers, Zadie Smith und Nathan Hill.
Preise & Auszeichnungen
2012 wird Scheibe mit seinem Debütroman Weiße Stunde für den Debütpreis im Buddenbrookhaus nominiert. Im gleichen Jahr ist er Endrundenteilnehmer des Floriana Literaturpreises der Marktgemeinde St. Florian in Oberösterreich. 2013 ist er mit dem Romanprojekt Kollisionen Stipendiat der Autorenwerkstatt des Literarischen Colloquiums Berlin.
