Gad Kaynar
Gad Kaynar wird als Gad Kissinger am 26. Juni 1947 in Tel Aviv, Israel, geboren und wächst in Deutschland auf. Der Professor für Theaterwissenschaften übersetzt ebenfalls Theaterstücke in das Hebräische und arbeitet selbst als Regisseur sowie Schriftsteller (u.a. Lyrik).
Werdegang
Seine Eltern flüchten nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten aus Bad Kissingen nach Israel, wo Kaynars Vater sich eine neue Existenz als Schneider aufbaut. Gad Kaynar wächst mit Deutsch als Muttersprache auf, das nach dem Zweiten Weltkrieg in Israel als „verbotene Sprache“ gilt, das „als verfluchtes Medium die Gräuel des Holocausts über die Menschheit brachte“ (Die Rheinpfalz, 26.05.2022). Er lebt nach seinem Studium mehrere Jahre in Deutschland, davon einige Jahre auch in München, wo er an der Ludwig-Maximilians-Universität lehrt. Er bereitet sich in Konstanz am Bodensee auf seine Doktorarbeit vor und promoviert in Tel Aviv. Danach lehrt er als Professor für Theaterwissenschaften an der Universität Tel Aviv, wo er außerdem das Hochschultheater leitet. Zudem ist er als Gastprofessor an der Hebräischen Universität Jerusalem, der LMU in München und der Venice International University tätig. Der Autor ist verheiratet und hat drei Kinder.
Wichtige Werke (Auswahl)
Kaynar arbeitet als Übersetzer. Über 50 Theaterstücke sind von ihm aus dem Deutschen, Schwedischen und Norwegischen in die hebräische Sprache übersetzt. Außerdem arbeitet er als Regisseur und Schriftsteller und veröffentlicht Gedichtbände, die thematisch „eine wunderbare Mischung aus Gefühlen, persönlichen Einschätzungen, Geständnissen, politischen Statements angereichert durch Zitate aus Mythologie und Literatur“ (Die Rheinpfalz, 26.05.2022) darstellen.
Insbesondere das schwere Schicksal seiner Eltern verarbeitet Kaynar durch das Schreiben, „die Mutter erscheint in seinen Gedichten immer wieder als Auslöser seiner Gedanken über die Sprache, die Liebe“ (Die Rheinpfalz, 26.05.2022). Kaynars Werke werden ins Englische, Deutsche, Griechische, Spanische, Portugiesische und Italienische übersetzt.
Preise & Auszeichnungen
Einer seiner Gedichtbände erhält den israelischen ASI Preis. Am 10. Juni 2008 wird Kaynar von König Harald V. von Norwegen für die Übersetzung der Theaterstücke von Henrik Ibsen ins Hebräische mit dem norwegischen Verdienstorden ausgezeichnet.
Sekundärliteratur:
Externe Links:
Gad Kaynar wird als Gad Kissinger am 26. Juni 1947 in Tel Aviv, Israel, geboren und wächst in Deutschland auf. Der Professor für Theaterwissenschaften übersetzt ebenfalls Theaterstücke in das Hebräische und arbeitet selbst als Regisseur sowie Schriftsteller (u.a. Lyrik).
Werdegang
Seine Eltern flüchten nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten aus Bad Kissingen nach Israel, wo Kaynars Vater sich eine neue Existenz als Schneider aufbaut. Gad Kaynar wächst mit Deutsch als Muttersprache auf, das nach dem Zweiten Weltkrieg in Israel als „verbotene Sprache“ gilt, das „als verfluchtes Medium die Gräuel des Holocausts über die Menschheit brachte“ (Die Rheinpfalz, 26.05.2022). Er lebt nach seinem Studium mehrere Jahre in Deutschland, davon einige Jahre auch in München, wo er an der Ludwig-Maximilians-Universität lehrt. Er bereitet sich in Konstanz am Bodensee auf seine Doktorarbeit vor und promoviert in Tel Aviv. Danach lehrt er als Professor für Theaterwissenschaften an der Universität Tel Aviv, wo er außerdem das Hochschultheater leitet. Zudem ist er als Gastprofessor an der Hebräischen Universität Jerusalem, der LMU in München und der Venice International University tätig. Der Autor ist verheiratet und hat drei Kinder.
Wichtige Werke (Auswahl)
Kaynar arbeitet als Übersetzer. Über 50 Theaterstücke sind von ihm aus dem Deutschen, Schwedischen und Norwegischen in die hebräische Sprache übersetzt. Außerdem arbeitet er als Regisseur und Schriftsteller und veröffentlicht Gedichtbände, die thematisch „eine wunderbare Mischung aus Gefühlen, persönlichen Einschätzungen, Geständnissen, politischen Statements angereichert durch Zitate aus Mythologie und Literatur“ (Die Rheinpfalz, 26.05.2022) darstellen.
Insbesondere das schwere Schicksal seiner Eltern verarbeitet Kaynar durch das Schreiben, „die Mutter erscheint in seinen Gedichten immer wieder als Auslöser seiner Gedanken über die Sprache, die Liebe“ (Die Rheinpfalz, 26.05.2022). Kaynars Werke werden ins Englische, Deutsche, Griechische, Spanische, Portugiesische und Italienische übersetzt.
Preise & Auszeichnungen
Einer seiner Gedichtbände erhält den israelischen ASI Preis. Am 10. Juni 2008 wird Kaynar von König Harald V. von Norwegen für die Übersetzung der Theaterstücke von Henrik Ibsen ins Hebräische mit dem norwegischen Verdienstorden ausgezeichnet.
