Geb.: 20. 7.1932 in Warnsdorf (Varnsdorf)

Gerhard Riedel wird 1932 in Warnsdorf (Nordböhmen) geboren. Nach der Flucht und Kinder- und Jugendjahren in Leitershofen und Hader bei Dinkelscherben absolviert er eine Ausbildung zum Verlagskaufmann. Bis zu seiner Pensionierung 1992 ist er Lektor und Journalist, dazu 15 Jahre Redakteur des Schwäbischen Hauskalenders.

Als Lyriker, Erzähler, Essayist, Feuilletonist, Reiseschriftsteller, Funk- und Kinderbuchautor hat er ein umfangreiches Werk vorgelegt, darunter die Gedichtbände Der herzliche Kreis (1952), Die reine Gestalt (1953), Schweige und sieh ... (1956), Stunde des Mohns (1978), Maße des Menschseins. Gedichte aus 30 Jahren (1980), Sich fallen lassen in Hoffnung. Neue Gedichte (1988), die Erzählungen Das dritte Jahr (1956), Die Räuber vom Burgsberg (1983), Drei Träume (1988), Kaulwecks Garten (1989), Großvaters Eisenbahn-Geschichte (1992), Jahre verändern, Erinnerung bleibt (1999), das Gedicht-, Erzähl- und Reisebuch Der Junge vom Nebo (1965), den Aphorismenband Wegstrecken (1994) sowie das autobiografische Feuilleton Zeitbrücken. Eine Kindheit im Kriege (2000).

Viele seiner Werke sind ins Italienische, Englische und Tschechische übersetzt oder von Komponisten vertont. Zuletzt sind die Erzählungen Die Sprache des Regenbogens (2005), die Gedichte Die Nachmittage des Schmetterlings (2008), Klangfarben. Neue Erzählungen, Gedichte und andere Texte (2011) und Sommerferien – Erinnerungen. Erzählungen, Gedichte und andere Texte aus 60 literarischen Jahren (2013) erschienen.

Unter den Preisen und Auszeichnungen, die Gerhard Riedel erhalten hat, sind besonders erwähnenswert: der 1. Lyrikpreis bei den Festspielen in Spoleto/Italien (1979), die Gustav-Leutelt-Medaille, die Adalbert-Stifter-Medaille, ein Literaturpreis in Rom („trofeo della alpi“), der Sudetendeutsche Kulturpreis für Literatur (1985) sowie der 1. Preis speziale in Terni/Umbrien (1995).

Gerhard Riedel ist Mitglied in der Künstlergilde Esslingen und lebt in Augsburg.

Verfasser: Bayerische Staatsbibliothek

Sekundärliteratur:

Fassl, Peter; Herrmann, Berndt (Hg.) (1996): Keine laute Provinz. Zeitgenössische Lyriker und Erzähler aus dem Schwäbischen. Konrad Verlag, Weißenhorn.

Gerhard Riedel: Klangfarben. Neue Erzählungen, Gedichte und andere Texte (= Schriftenreihe des Bundes der Niederländer, 30). Niederlandverlag Johannes Liessel, München 2011.


Externe Links:

Literatur von Gerhard Riedel im BVB

Literatur über Gerhard Riedel im BVB



Kommentare

Habel Susanne am 04.07.2013 um 15:49

Sehr schöne Zusammenfassung, aber Riedels neues Buch, Sommerferien ist nun (2013) erschienen und in Ihren Beständen auch schon aufgeführt. Sollte vielleicht aktualisiert werden.



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