Info
Geb.: 21.11.1910 in Albatsried
Gest.: 19.1.1975 in Nesselwang
Wirkungsorte:
Seeg

Franz Ostheimer

1910 kommt Franz Ostheimer in Albatsried bei Seeg zur Welt. In Nesselwang lebt er von 1951 bis zu seinem Tod 1975. Das Allgäuer Original, das zu Terminen als Berichterstatter für die Allgäuer Zeitung stets mit seinem Motorrad kommt, ist in der Gegend als „rasender Reporter“ be­kannt. Er ist ein be­geisterter Kripplar, wie die Mitglieder des 1929 gegründeten Krippenvereins in Nesselwang genannt werden.

Franz Ostheimer verfasst gereimte Witze sowie Gedichte in Mundart und Standardsprache, die sich mit der Jagd, der Heuernte, dem Alltag und den ganz besonderen Heraus­forde­rungen in der Be­ziehung zwischen Mann und Frau beschäftigen. Zum Nesselwanger Lied, das vom Ehepaar Luise und Ludwig Hindelang aus Nessel­wang vertont worden ist, steuert er den Text bei.

Von seiner Tragikomödie Die Musen von Helikon ist nur noch der Dialog zwischen Tochter und Mutter beim Wirt zur grünen Linde erhalten. Der Text befindet sich ebenso im Privatarchiv des Nesselwanger Mundartpflegers Ludwig Hindelang wie die Franz-Ostheimer-Gedichte „Gerlinde“, „Liebende (auf dem Seeger Berg geschrieben)“, „Die Mühle“, „Spät am Abend“, „Kumm sei gscheit“, „Em Hoibat“, „Do haltsch br frei dei Gosche“, „Dr Blosbalgziachar“, „D‘ Schpese“ und das Lied „Grüß Gott“.

Franz Ostheimers Gedicht „Dr Jägar und sei Latein“ ist in Mundart-Gedichte aus der Heimat (2008), herausgegeben vom Förderverein mundART Allgäu, enthalten.

Verfasser: Digitaler Literaturatlas von Bayerisch Schwaben DigiLABS / Rosmarie Mair, M.A.


Externe Links:

Nesselwanger Lied

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