Info
Geburtsjahr: 1700
in Troschenreuth und Wiedersberg (Vogtland)
Todesjahr: 1768 in Nürnberg
Namensvarianten: Maria Regina Thomasius von Troschenreut und Wiedersberg
Wirkungsorte:
Altdorf bei Nürnberg

Maria Regina Thomasius

Die Tochter des Nürnberger Polyhistors und Mediziners Gottfried Thomasius (1660-1746) übersetzt aus dem Französischen. Ihre Übertragungen sind bis auf eine Ode von Rousseau (Ode. Das Neueste aus der anmuthigen Gelehrsamkeit, 1715 [1758]) nicht belegt.

Mit dem Schriftsteller, Dramaturgen, Sprachforscher und Literaturtheoretiker Johann Christoph Gottsched (1700-1766), der die kostbare Bibliothek ihres Vaters aufkauft, steht Maria Regina Thomasius im Briefwechsel. Am 16. Februar 1760 wird sie auf dessen Empfehlung in die Deutsche Gesellschaft in Altdorf bei Nürnberg aufgenommen.

Vier ihrer Briefe an Gottsched und drei Briefe von Gottscheds Frau an sie sind überliefert.

In den Kritischen Blättern für Forst- und Jagdwissenschaft (1859) findet sich eine erstaunliche Würdigung Thomasius': „Sonderbar genug ist das deutsche Werk einem Fräulein Maria Regina Thomasius gewidmet, weil sich diese viel mit dem Gegenstande beschäftigte. Jetzt wird dies keine Veranlassung zu einer solchen Widmung geben.“ Es handelt sich um das Werk Naturgeschichte der Bäume (De l'Exploitation des bois, 1764) des französischen Juristen, Botanikers, Chemikers und Ingenieurs Henri Louis Duhamel du Monceau (1700-1782), des Begründers der Forstbotanik.

Verfasser: Bayerische Staatsbibliothek / Dr. Peter Czoik

Sekundärliteratur:

Gibbels, Elisabeth (2018): Lexikon der deutschen Übersetzerinnen 1200-1850 (TRANSÜD, 93). Frank & Timme GmbH, Berlin, S. 156.


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