Info
Geburtsjahr: 1978
in Oberstdorf
??.12.1978
© privat
Wirkungsorte:
Sonthofen

Stefanie Dentler

Die 1978 geborene Stefanie Dentler wächst in Oberstdorf auf, wo sie die Grundschule und das Gymnasium besucht. 1998 erlangt sie ihr Fachabitur an der Fachoberschule Sonthofen und zieht für das Studium der Sozialpädagogik für vier Jahre nach Coburg. Anschließend kehrt sie wieder ins Allgäu zurück, wo sie seither im Sozialdienst der Oberallgäuer Kliniken tätig ist. Als Nebenerwerb betreibt sie eine Naturheilpraxis in ihrem Elternhaus in Oberstdorf und lebt dort mit ihrem Mann und den beiden Kindern.

Stefanie Dentler schreibt nachdenkliche und gefühlvolle Gedichte in der für Oberstdorf typischen niederalemannischen Mundart. Martin Hehl, der bekannte Oberallgäuer Mundartlyriker, wird früh auf sie aufmerksam. Er erkennt ihr Talent und ermuntert sie weiterzuschreiben. In vielen ihrer Texte drückt sie ihre Heimatverbundenheit und ihre tiefe Liebe zu den Bergen und zur Natur aus. 2014 er­scheint ihr erster Lyrikband Blicke... bsündre Moment, Worte... schtille Gedonke. 2020 folgt der Band Schneafleckle mit Geschichten und Gedichten rund um die Advents- und Weihnachtszeit, er­gänzt durch Bilder des Bad Hindelanger Fotografen Jonathan Besler.

Die Mundartautorin Stefanie Dentler ist Mitglied beim Förderverein mundART Allgäu e.V. Sie liest regelmäßig in der Öffentlichkeit, beispielsweise 2018 beim 19. Allgäuer Mundart-Forum im Rahmen der Allgäuer Festwoche in Kempten. 2020 steht sie mit dem aus Oberfranken stammenden Georg Hoffmann bei der Lesung Nordbayern trifft Südbayern im Literaturhaus in Immenstadt auf der Bühne; die beiden stellen dabei die Eigenheiten der von ihnen gesprochenen Dialekte vor.

Verfasst von: Digitaler Literaturatlas von Bayerisch Schwaben DigiLABS / Rosmarie Mair, M.A.

Sekundärliteratur:

Schissler, Freddy (2019): „Schtille Gedonke“: Dialekt-Poetin Stefanie Dentler über ihre Liebe zu den Allgäuer Bergen. In: Allgäuer Zeitung, 9. Dezember.

Noichl, Markus (2020): Von Weggla und Schmolzgiiga. In: Allgäuer Zeitung, 13. März.


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