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Geb.: 14. 2.1968 in Berlin (Ost)
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Dirk Brauns

Dirk Brauns wird am 14. Februar 1968 in Ostberlin geboren. Nach dem Abitur leistet er drei Jahre Militärdienst bei der NVA, während dieser Zeit wagt er erste literarische Schreibversuche und Experimente und hält Briefwechsel mit  verschiedenen Schriftstellern. 1989 beginnt er Philosophie an der Humboldt-Universität in Berlin zu studieren, bricht das Studium jedoch sofort wieder ab. Daraufhin folgen Veröffentlichungen in den Zeitschriften Temperamente und Sinn und Form. Von 1990-93 studiert er Dramaturgie und Szenisches Schreiben bei Yaak Karsunke und Heiner Müller an der Hochschule der Künste Berlin. Er schreibt zudem mehrere kulturjournalistische Texte für Sonntag, Freitag und taz.

1993 nimmt er am Ingeborg Bachmann Wettbewerb teil und erhält den 3-Sat-Preis. Ein Jahr später veröffentlicht er zwei Hörspiele: Paradebeispiel im Deutschlandradio und Mitleidverbindung im Bayerischen Rundfunk. Ein weiteres Jahr später erhält er ein Aufenthaltsstipendium im Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf und zieht anschließend nach Minsk. Seine erste Buchveröffentlichung, Berlin München. Zu Fuß, erfolgt 1997.

Von 1999 bis 2005 arbeitet Dirk Brauns als Korrespondent in Peking für die Hamburger Wochenzeitung Die Woche, nach deren Einstellung für die Berliner Zeitung und von 2005 bis 2007 in Warschau zuerst für die Berliner Zeitung und dann für die Wirtschaftswoche. In diesen Jahren reist er immer wieder in Kriegsgebiete und totalitäre Staaten, unter anderem in den Irak, nach Afghanistan und Nordkorea.

Seit 2013 lebt der Autor in der Nähe von München, im Landkreis Fürstenfeldbruck.

Inspiriert von seiner letzten journalistischen Arbeit, verfasst er den Doku-Roman Café Auschwitz, der von der Freundschaft eines jungen Deutschen in Warschau zu einem polnischen Auschwitzüberlebenden handelt und 2013 zuerst auf Polnisch und dann 2015 auf Deutsch veröffentlicht wird.

Der Roman Im Inneren des Landes (2012) thematisiert das Leben zweier ehemaligen Soldaten der NVA und deren Erinnerungen an die Armeezeit. Brauns erzählt dabei aus wechselnder Perspektive der beiden Hauptfiguren. Inspiration holt sich der Autor für dieses Werk aus seiner Zeit bei der NVA.

Die Hauptfigur seines bis jetzt letzten Romans Wir müssen dann fort sein (2016) versucht als erster westlicher Journalist den (fiktiven) Diktator Weißrusslands zu interviewen und nimmt aus diesem Grund die Einladung seines Vaters an, den er seit Jahren meidet. Auch in diesem Roman schöpft Dirk Brauns aus seiner Zeit als Korrespondent und behandelt Themen wie Diktatur und politische Verfolgung.

Die Verfilmungen der beiden letzten Romane sind in Vorbereitung.

Verfasser: Sophie Obwexer / Bayerische Staatsbibliothek


Externe Links:

Literatur von Dirk Brauns im BVB

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