Info
Geb.: 8. 9.1754 in Füssen
Gest.: 17.5.1831 in Schloss Rückholz
Placidus Keller: Lebens-Geschichte des heiligen Magnus, ersten Abtes seines von Ihm genannten uralten Benedictiner-Stiftes zu Füssen im Algäu des Bistumes Augsburg, Ottobeuren, 1789 [BSB, Sign.: V.ss. 950,15]

Placidus Keller

Magnus Placidus Keller wird am 8. September 1754 in Füssen geboren. Nach Studien in Salzburg tritt er 1772 ins Benediktinerkloster ein und wird 1778 Priester. Er lehrt wie sein Dillinger Amtskollege Joseph Maria Helmschrott am Füssener Stiftsgymnasium (Grammatik, Poesie und Rhetorik), ist Lehrer der Theologie für die Ordenskleriker, Novizenmeister und von 1801 bis 1803 Prior des Klosters im Bistum Augsburg. 1805 wird er Benefiziat im Schlösschen Rückholz, wo er am 17. Mai 1831 auch stirbt.

Placidus Keller ist vor allem durch seine pädagogischen und klostergeschichtlichen Schriften von Bedeutung. Zu seinen wichtigsten Werken zählen eine Lebensgeschichte des hl. Abtes Magnus mit kritischen Anmerkungen (1789), eine Kurze Chronik des ehemaligen Benediktinerklosters St. Mang in Füssen (1807) sowie eine Geschichte des St. Magnus-Stabes (1822). Ebenfalls erwähnenswert sind seine lateinischen Übersetzungen, z.B. der weitverbreiteten szenischen Meditationen Theatrum Asceticum des Münchner Jesuiten Franz Neumayr (nicht gedruckt).

Verfasser: Bayerische Staatsbibliothek / Dr. Peter Czoik

Sekundärliteratur:

Keller, Placidus (1978): Die Klosterchronik des Placidus Keller, Pater aus dem Kloster St. Mang zu Füssen. Übers. v. Peter Zauner. T. 2. 1614-1629. In: Alt Füssen, S. 13-35.

Pörnbacher, Karl (2002): Schwäbische Literaturgeschichte. Tausend Jahre Literatur aus Bayerisch Schwaben. Anton H. Konrad Verlag, Weißenhorn, S. 162.


Externe Links:

Literatur von Placidus Keller im BVB

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