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Geb.: 4.10.1953 in Großheubach am Main
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Roman Kempf

Roman Kempf wird 1953 in der unterfränkischen Weinbaugemeinde Großheubach am Main geboren. In seiner seit 2007 erscheinenden Kriminalreihe ermittelt Pater Abel, Cellerar des Benediktinerklosters Amorbach, Mordfälle. 

Werdegang

Roman Kempf ist das zweite von zehn Kindern. Die Gymnasialzeit verbringt er größtenteils im Internat des Franziskanerklosters Hammelburg, wo er 1974 auch das Abitur ablegt. Nach Abschluss eines Gartenbau-Studiums an der FH München-Weihenstephan geht er zunächst zurück in den elterlichen Gartenbaubetrieb, wechselt danach als Pflanzenschutzberater an das Amt für Landwirtschaft nach Würzburg und kommt dann an das Landratsamt Miltenberg. Dort betreut er seit 1985 die kreiseigenen Grünanlagen, berät in Fragen der Grüngestaltung und ist in der Erwachsenenbildung tätig. Heute ist er verheiratet und Vater dreier Söhne. Der Keim zur schriftstellerischen Tätigkeit wird bereits in der Kindheit gelegt, als Roman Kempf seinen Geschwistern selbst erdachte Geschichten vorträgt.

Wichtige Werke (Auswahl)

Zum Bücherschreiben kommt er im Jahr 2002 durch die Auseinandersetzung mit wiederaufgefundenen Texten aus der Jugendzeit. Der ursprüngliche Plan, einige Kurzgeschichten zu verfassen, mündet in ein umfassendes Manuskript, aus dem der historische Kriminalroman Schöner Wein. Pater Abels erster Criminalfall (2007) entsteht: Im Jahr 1781 ermittelt Pater Abel, Cellerar des Benediktinerklosters Amorbach, Mordfälle in der Winzerzunft von Miltenberg am Main.

Die erfolgreiche Resonanz seiner erzählerischen Premiere ermöglicht es Kempf, die angedachte Krimireihe um den Mönch aus dem Odenwald fortzuführen. Das Erzählprinzip, wonach ein historisches Thema der Region zwischen Rhein, Main und Neckar mit spannender Kriminalhandlung kombiniert wird, setzt sich in weiteren Bänden fort: Roter Stein (2009) handelt vom roten Buntsandstein in Amorbach; Frankfurter Messe (2011) erzählt vom Messetreiben in der Mainmetropole; Mönchspfeffer (2013) hat die Heil- und Giftkräuter im berühmten Seligenstädter Klostergarten zum Thema; Mainzer Rad (2015) spielt am Hof des Mainzer Kurstaats. Weitere Romane der Reihe sind u.a. Im Spessart (2017), Hopfen und Malz (2023) und Kleine Nachtmusik (2025). Jeder der Bände präsentiert eine in sich abgeschlossene Geschichte. In der Reihe der zeitlich nacheinander angeordneten Erzählungen aber schreiten die Ereignisse chronologisch fort, und es wird für den Leser die Liebesgeschichte Abels zur Kaufmannstochter Marie sichtbar.

Preise & Auszeichnungen

Roman Kempf stellt seine Bücher bundesweit bei Lesungen vor. Für den Band Schöner Wein erhält er im Jahr 2008 die Auszeichnung „Bestes Wein-Literaturbuch in Deutschland“, der Band Frankfurter Messe wird von der Frankfurter Buchmesse 2011 in deren literarische Kollektion aufgenommen.

Verfasst von: Eric Erfurth / Bayerische Staatsbibliothek


Externe Links:

Literatur von Roman Kempf im BVB

Website des Autors

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