Der Todeszug aus Compiègne

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Paul Huet: Landschaft im Wald bei Compiègne, zwischen 1826 und 1828

Am 2. Juli 1944 wurde Joseph Rovan zusammen mit 2500 Gefangenen vom Bahnhof Compiègne aus nach Dachau transportiert.

Wir wussten nicht, dass unser Ziel ein KZ sein würde. Niemand in Frankreich ahnte damals, dass die Nazis auch ihre im Ausland verhafteten Feinde der Widerstandsbewegungen in ihre KZs einsperren würden, was jedoch nach ihrer Logik, eigentlich zwingend war. Als ich den Namen Dachau auf dem Bahnhof las, wo wir gerade angekommen aber, begriff ich aber sofort. [...]

Bei unserer Ankunft am Bahnhof von Dachau am 5. Juli waren von den 2500 Männern des Transportes ungefähr 900 gestorben So ging unser „Todeszug“ in die Geschichte ein.

(Joseph Rovan: Erinnerungen eines Franzosen der einmal Deutscher war. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2003, S. 182)


Verfasser: Monacensia Literaturarchiv und Bibliothek / Dr. Michaela Karl

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