Albert Vierling / Bahnlinie Schwandorf-Weiden

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Albert Vierling um 1900 (Stadtmuseum Weiden).

Bereits Albert Vierling (1836-1920), Weidener Jurist und Heimatschriftsteller, Sohn des Abgeordneten Jakob Vierling, berichtet in liebevoller Bildbeschreibung von der Eröffnung der Bahnlinie Schwandorf-Weiden im Morgenblatt der Bayerischen Zeitung vom 9. November 1864:

„Einsteigen! Schwandorf – Weiden!“ tönt es jetzt im Schwandorfer Bahnhofe, und dieser Ruf macht mich äußerst froh. Du, lieber Reisender dagegen, zuckst die Achseln und glaubst mir kaum, wenn ich dir versichere, daß diese neue Strecke zu den hübscheren Bahnlinien überhaupt gehört. [...]

Bald darauf passierst Du die Haidenab, hast Du das nächste große Dorf Rothenstadt erreicht, so folgt nun im bunten Wechsel Dorf auf Dorf, sämmtlich um das fruchtbare Nabthal gelegen: Ullersricht, dann die mit Torfgas getriebene Glasfabrik Neubau und Moosbürg, über der Nab drüben Pirk und Schirmitz, [...] Weiden aber, das betriebsame Städtchen, liegt vor Dir im Grün seiner Nabwiesen.

(Albert Vierling: Erinnerungen aus der Oberpfalz. Weiden 1878. Nachdr. in der Reihe Oberpfälzer Raritäten. Bd. 3. Weiden i.d. OPf. 1988.)


Verfasser: Bernhard M. Baron / Bayerische Staatsbibliothek

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