Romane über die Doktorbäuerin

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Die Doktor-Bäu'rin aus Deisenhofen, München 1862.

Das Leben der Doktorbäuerin fand auch Eingang in die Literatur. 1957 schrieb Georg Stöger-Ostin den Roman Die Haberltöcher und 1992 veröffentlichte Norbert Göttler den Lebensroman Die Pfuscherin:

„Sie bezweifeln also ernsthaft, dass es Menschen gibt, die aufgrund ihrer intuitiven Kräfte Diagnosen stellen können, die der wissenschaftlichen Medizin verborgen bleiben?“

„Ja, liebe Frau Hohenester das bezweifle ich ganz entschieden [...].“

„Herr Professor wären Sie damit einverstanden, dass ich Sie hier, coram publico, einer kurzen Augendiagnose unterziehe?“ [...]

„Sie wollen mich hier untersuchen?“

„Ich schlage ihnen ein Abkommen vor. Ich werde durch den bloßen Blick in Ihre Augen in Ihre Seele schauen und werde dabei einen Schwachpunkt, eine Hinfälligkeit Ihres Körpers entdecken, von der vielleicht nur Sie selbst, jedenfalls kein anderer Mensch Kenntnis hat. Wenn ich die richtige Diagnose stelle, sind Sie so aufrichtig das zuzugeben. Wenn nicht, gebe ich mich geschlagen.“

(Norbert Göttler-Westermayr: Die Pfuscherin. Das abenteuerliche Leben der Doktorbäuerin und Wunderheilerin Amalie Hohenester von Mariabrunn. Ehrenwirth Verlag, München 1992, S. 183-185)


Verfasser: Monacensia Literaturarchiv und Bibliothek / Dr. Michaela Karl

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