Die Schlacht von Lepanto

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Miguel de Cervantes y Saavedra (1547-1615)

Die Seeschlacht von Lepanto fand am 7. Oktober 1571 im Ionischen Meer vor dem Eingang des Golfs von Patras statt. Vorangegangen war dieser kriegerischen Auseinandersetzung die Eroberung der Insel Zypern durch die Osmanen im August 1571. Daraufhin hatte Papst Pius V. die sogenannte christliche Liga unter der Führung Spaniens gegen das Osmanische Reich in Stellung gebracht. Unter dem Oberbefehl von Don Juan de Austria siegten die christlichen Mittelmeerländer überraschend gegen die osmanische Flotte.

Nach seinem Sieg galt Don Juan de Austria als größter Held der Christenheit. An der Seeschlacht von Lepanto nahm auch der Dichter Miguel de Cervantes Saavedra teil, der dabei seine linke Hand verlor. Dies brachte ihm den Beinamen „Der Einhändige von Lepanto“ ein. Vieles von dem, was er in der Schlacht erlebte, fand sich später in seinem berühmtesten Werk Don Quijote von der Mancha wieder.

Der englische Schriftsteller Gilbert Keith Chesterton verfasste 1911 ein Gedicht über die Schlacht in der er beider Protagonisten gedachte:

Cervantes on his galley sets the sword back in the sheath
(Don John of Austria rides homeward with a wreath.)
And he sees across a weary land a straggling road in Spain,
Up which a lean and foolish knight forever rides in vain,
And he smiles, but not as Sultans smile, and settles back the blade...
(But Don John of Austria rides home from the Crusade.)

(Gilbert Chesterton: Lepanto. Hg. von Dale Alquist. Ingantius Press, Minneapolis 2003, S. 17)


Verfasser: Monacensia Literaturarchiv und Bibliothek / Dr. Michaela Karl

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