Glaube Liebe Hoffnung

Glaube Liebe Hoffnung sollte im Deutschen Theater in Berlin unter der Regie von Heinz Hilpert im Jänner 1933 uraufgeführt werden. Zwar erschien der Text noch im Arcadia Verlag als „unverkäufliches Manuscript“ in hektographierter Form, Heinz Hilpert aber folgte der Aufforderung der Nationalsozialisten und nahm das Theaterstück vom Spielplan. Es wurde erst drei Jahre später unter dem Titel Liebe, Pflicht und Hoffnung in einer veränderten Fassung in Wien uraufgeführt. (Horváth. Einem Schriftsteller auf der Spur, S. 103)

Das Stück ist in seiner Entstehung eng mit Horváths Volksstück Kasimir und Karoline (1932) verknüpft und handelt der Randbemerkung zufolge vom „gigantischen Kampf zwischen Individuum und Gesellschaft“. Horváth demaskiert hier nicht nur den Kleinbürger, der sich an den schwächsten Gliedern der Gesellschaft vergreift; er erkennt vielmehr hellsichtig das Erstarken des militaristischen Spießers im letzten seiner Dramen vor der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten.


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