Malschule Anton Ažbe

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Malschule Anton Ažbe, um 1900 (Slowenische Nationalgalerie [Narodna Galerija], Ljubljana)

Unser jetziges Atelier ist ein „gemischtes“, Maler und Malerinnen zusammen. Außer uns noch einige Amerikaner, Polen und ein früherer Offizier, von Baldern. Der, die Dalwendt und ich finden uns in den Pausen als Rauchkollegium zusammen. – Von acht bis elf arbeiten wir in der Zeichenschule, dann bis eins modellieren, nachmittags noch zwei Stunden zeichnen und dann der Abendakt. Außerdem skizzieren, soviel es geht. Gut, dass ich eine solche Gesundheit habe – was andre Leute angegriffen sein nennen, kenne ich überhaupt nicht.

(Ellen Olestjerne in Sämtliche Werke 1, S. 121f)

Ab Herbst 1893 besucht Franziska zu Reventlow, zusammen mit ihrer Freundin Hedwig von Basch, die Malschule Anton Ažbes. Der aus Laibach in Slowenien stammenden Maler genießt einen sehr guten Ruf, auch international. Wenige Jahre später wird er Wassily Kandinsky und Alexej von Jawlensky unterrichten. Ažbes Lehranstalt besteht aus einer Mal- und Zeichenschule in der Georgenstraße 40, deren Räume er von dem Architekten Emanuel von Seidl gemietet hat. Auf Grund des großen Andrangs eröffnet er noch zwei weitere Abteilungen, eine Herren- und eine Damenschule in der Georgenstr. 16 und in der Amalienstr. 57.


Verfasser: Monacensia Literaturarchiv und Bibliothek / Gunna Wendt

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