Maximilian Schmidt am Starnberger See II

1890 gründet Maximilian Schmidt zur Ankurbelung des Tourismus in Bayern den Bayerischen Fremdenverkehrsverband. Acht Jahre später wird er von Prinzregent Luitpold in den Adelsstand erhoben. Wie ein touristischer Werbeslogan liest sich sein Resümee auf den Starnberger See:

Ein nie geahntes Leben herrscht jetzt in unsern Tagen am Starnberger See. Prächtige Dampfschiffe durchfurchen seine Fläche nach allen Richtungen und Hunderttausende kommen jährlich zu seinen Ufern, um sich an seinem Zauber zu erfreuen, zu erholen von der Mühsal des Lebens, und die Erinnerung daran erregt in jedem die Sehnsucht des Wiedersehns. Wer ihn aber noch nicht gesehen, der komme und lasse sich von den glänzenden Wogen, von den duftigen Alpen grüßen und lerne ihren hinreißenden Zauber kennen. Und mag er auch viele herrliche Landschaften in der Welt gesehen haben, im Taumel der Lust nennt er diese die schönste und glaubt, nie wieder eine schönere zu sehen. (Zit. aus: Maximilian Schmidt: Starnbergersee-Geschichten. Erster Teil. Der Himmelbrand. Die Fischerrosl von St. Heinrich. Kultur- und Lebensbilder. Gesammelte Werke, Bd. 1. Leipzig 1936, S. 272.)


Verfasser: Monacensia Literaturarchiv und Bibliothek

Sekundärliteratur:

Tworek, Elisabeth (2011): Literarische Sommerfrische. Künstler und Schriftsteller im Alpenvorland. Ein Lesebuch. Allitera Verlag, München, S. 244, S. 263.



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