Eva Gräfin von Baudissins Ende

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Eva von Baudissin © Münchner Stadtmuseum

Tatsache ist, dass Eva Gräfin von Baudissin noch bis ungefähr 1938 Artikel und Bücher publiziert hat. 1937 erscheint ihr letzter großer Erfolg: Königin der Tränen. Wilhelmine Schröder-Devrient. Der Schicksalsweg einer großen Künstlerin.

Dass Eva Gräfin von Baudissin noch 1936  auch im Ausland eine anerkannte Autorin ist, geht aus einem Porträt hervor, dass der belgische Genter Literaturprofessor Dr. Robert Foncke (1889-1972) seinerzeit über die Münchner Schriftstellerin Eva Gräfin von Baudissin verfasst. Hier stellt er die deutsche Schriftstellerin einer belgischen Öffentlichkeit vor und präsentiert ihren Roman Die Laterne über der Tür (1917) nicht nur als eines ihrer repräsentativen Werke, sondern auch als einen der besten Kriegsromane nicht allein Deutschlands.

Nach 1938 enden die Nachrichten über Eva Gräfin von Baudissin; was sie in den letzten Jahren ihres Lebens macht und wie es ihr gegangen ist, ist unbekannt. Der von ihr gegründete Münchner Frauenklub findet um 1938 sein Ende. Die Abläufe liegen auch hier im Dunkel.

Eva Gräfin von Baudissin stirbt am 11. Februar 1943 mit 74 Jahren in München. Ihre Urne soll nach Bielefeld gekommen sein, ein Grab jedoch existiert dort nicht. Und so verlieren sich auch ihre Spuren im Dunkel der nationalsozialistischen Zeit.


Verfasser: Monacensia Literaturarchiv und Bibliothek / Dr. Ingvild Richardsen

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