Bayerischer Rundfunk

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Fee von Reichlin

1. Angaben zum Bestandsbildner:

Name: Fee von Reichlin. *21.04.1912, †24.10.2002 in München.
Namensvarianten: Felicitas Freiin Reichlin von Meldegg [Geburtsname].
Beruf: Kabarettistin, Schauspielerin, Sängerin.
Die gebürtige Schwabingerin Fee von Reichlin, deren voller Name Felizitas Freiin Reichlin von Meldegg lautet, tanzte, sang und spielte in jungen Jahren in Prag, Dresden und Berlin. Doch zur Bühneninstitution, zum Inbegriff der vielseitigen, stets aber kultivierten Komödiantin wurde sie in ihrer Heimatstadt München, in die sie 1945 endgültig zurückkehrte. Die Münchner applaudierten Fee von Reichlin zum ersten Mal 1919. Erst sieben Jahre alt, debütierte sie damals auf einer Kinderbühne als Solotänzerin. In Tanznummern trat sie in den Zwanziger Jahren auch mit dem jungen Hans Löscher auf – noch ehe dessen Karriere im Rundfunkhaus begann. Nach Kriegsende gehörte sie zu denen, die Münchens Theater- und Kabarettleben auf allen möglichen Ausweichbühnen wieder ankurbelten. Die Reichlin spielte – „für Briketts, Eier oder Butter“, wie sie einmal erzählte – an der Occamstraße Hauptrollen in musikalischen Lustspielen. Im Kongresssaal des Deutschen Museums war sie die quirlige Julischka aus der Maske in Blau. Sie wirkte bei Offenbachs Banditen mit, die Gründgens zur Wiedereröffnung des Gärtnertheaters inszenierte, und war am Residenztheater die Frau von Cypressenburg in Nestroys Talisman. Ihre Interpretation des Fred-Rauch-Schlagers „Aber mei Hans, der kann’s“ wurde berühmt. In den letzten Jahren spielte sie mit in Fernseh-Serien wie Derrick, Der Alte, Tatort und Eine glückliche Familie. 1987 erhielt sie für ihre Rolle einer älteren Adelsdame in Peter Schamonis Schloß Königswald den Bayerischen Filmpreis. Auf der Bühne stand sie zum letzten Mal 1992: in einem Salonstück von Oscar Wilde mit Karl Schönböck als Partner.

2. Bestandsumfang:

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3. Erschließungsstand:

Der Bestand ist zur Benutzung erschlossen.

3.1. Katalogisierung:

- Der Bestand wurde hausintern in einer Datenbank verzeichnet.

4. Bestand:

4.1. Werk:

- Der Bestand enthält folgende Manuskripte resp. Typoskripte:
  - Radio-Manuskript mit handschriftlichen Korrekturen,
  - Fee von Reichlin über sich selbst, o.D.

4.2 Korrespondenzen:

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4.3. Lebensdokumente:

- Der Bestand enthält Fotografien.

4.4. Sammlungen:

- Titelblätter von Zeitungen und Zeitschriften, auf denen Fee von Reichlin abgebildet ist (z.T. mit handschriftlichen Notizen),
- Plakate,
- Presseberichte,
- Programme.

5. Zugang:

Eine Benutzung ist für wissenschaftliche Zwecke gestattet.

6. Veröffentlichungen zum Nachlass:

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7. Vermerk zur Erwerbung:

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8. Bemerkungen:

Der zeitliche Schwerpunkt des Bestandes liegt auf dem Jahr 1945. Der Nachlass enthält Zeitungsartikel, Programmzettel, Fotos (unter F54) und Plakate und wurde dem Historischen Archiv 1999 im Zuge der Jubiläumsausstellung übergeben.

Externe Links:

Repertorium des Bestandes Fee von Reichlins

Kalliope – Verbundkatalog Nachlässe und Autographen

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