Bayerischer Rundfunk

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Egon Larsen

1. Angaben zum Bestandsbildner:

Name: Egon Larsen. *13.07.1904 in München, †17.10.1990 in London.
Namensvarianten: Egon Lehrburger [Geburtsname].
Beruf: Schriftsteller und Journalist.
Egon Larsen, geboren 1904 in München als Egon Lehrburger, gab bereits als Schüler eine Schülerzeitschrift heraus. Nach Versuchen in diversen Berufen arbeitete er seit 1928 als Berliner Korrespondent des Münchner Verlags Knorr & Hirth, aus dem später die Süddeutsche Zeitung hervorging. Nach einem Schreibverbot durch die Nazis reiste er für den New York-Times Bilderdienst durch Europa. Von 1935–1938 lebte er als Journalist in Prag. 1938 emigrierte Larsen nach dem Münchner Abkommen nach London, wo er bis zu seinem Tod 1990 lebte. Dort engagierte er sich während des Krieges für den Freien Deutschen Kulturbund und war Mitarbeiter der deutschen BBC-Sektion und des Soldatensenders Calais. Nach dem Krieg schrieb Larsen für diverse Zeitungen und Zeitschriften, u.a. für die Süddeutsche Zeitung. Seit 1954 war er Londonkorrespondent des Bayerischen Rundfunks. Regelmäßige Beiträge lieferte er vor allem für den Schulfunk in den Jahren 1968 bis 1984 und für die Hörbild-Reihe Unterwegs, die er mit den verschiedensten Beiträgen aus dem Leben Englands und vor allem Londons versorgte. Außerdem schrieb Egon Larsen zahlreiche Bücher zu den verschiedensten Themen, die in 27 Sprachen übersetzt wurden. Einige seiner Themen waren Technik- und Energiegeschichte, die Geschichte von amnesty international, Graf Rumford und eine Autobiographie Weimar Eyewitness (deutsch unter dem Titel Die Weimarer Republik bei Heyne erschienen). Egon Larsen war Mitglied des englischen P.E.N.

2. Bestandsumfang:

57 Archivschachteln.

3. Erschließungsstand:

Der Bestand ist zur Benutzung erschlossen.

3.1. Katalogisierung:

Der Bestand wurde hausintern in einer Datenbank verzeichnet. Der Nachlass wurde nach Dokumentarten geordnet, mit einer fortlaufenden Archivnummer versehen und in der Aktendatenbank des Historischen Archivs erschlossen. Die Bücher sind in der Druckdatenbank erfasst.

4. Bestand:

4.1. Werk:

- Der Bestand enthält Manuskripte für den BR und vier andere Rundfunkanstalten.

4.2 Korrespondenzen:

- Der Bestand enthält Briefe.

4.3. Lebensdokumente:

- Der Bestand enthält biografische Dokumente, u.a.
  - Verträge,
  - Honorarabrechnungen,
  - Fotografien.

4.4. Sammlungen:

- Veröffentlichungen über Larsen,
- 1 handgemaltes Plakat von Ludwig Wronkow mit einem Spruch von Rilke,
- über 40 Tondokumente (Aufnahmen fertiger Sendungen, Rohmitschnitte, Zuspielbänder),
- 1 Filmrolle,
- Presseartikel v.a. aus den Jahren 1960–1989,
- Bücher und Informationsmaterialien, die Larsen für seine Bücher und Hörfunkbeiträge verwendete.

5. Zugang:

Eine Benutzung ist für wissenschaftliche Zwecke gestattet.

6. Veröffentlichungen zum Nachlass:

[leer]

7. Vermerk zur Erwerbung:

Der Nachlass, der zunächst dem Deutschen Literatur-Archiv in Marbach übergeben worden war, wurde auf Betreiben von Egon Larsens Frau, Ursula Lehrburger, im Frühjahr 1997 in den Bestand des Historischen Archivs des Bayerischen Rundfunks übernommen. Der Bestand dokumentiert die schriftstellerische Tätigkeit Egon Larsens seit der Prager Exilzeit 1935/38.

8. Bemerkungen:

Der zeitliche Schwerpunkt des Bestandes liegt auf dem Jahr 1938.

Externe Links:

Kalliope – Verbundkatalog Nachlässe und Autographen

Kommentare

Dietrich Hahn am 19.05.2015 um 12:43

Sein Werk Die Weimarer Republik ist von ganz besonderer Qualität, bietet einen besonders individuellen Fokus auf die Geschichtsschwerpunkte der ersten deutschen Republik in Berlin. Larsen war nach seinen Münchner Jugendjahren in den Zwanzigern und Dreißigern als Reporter und Redakteur an die Spree gewechselt. Seine Erfahrungen sind schlichtweg lesenswert, auch wenn seine historischen Kenntnisse Lücken offenbaren ("Unteroffizier Hitler ...). Dietrich Hahn



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