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Bibliothek der Benediktinerabtei Ettal

Kaiser-Ludwig-Platz 1
82488 Ettal

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Placidus Seitz

1. Angaben zum Bestandsbildner:

Name: Placidus Seitz. *13.09.1672 in Pössing bei Landsberg am Lech, †02.10.1736 in Ettal.
Namensvarianten: Matthias Seiz [Geburtsname], Matthäus Seitz [Variante].
Beruf: Benediktiner, Priester, Lehrer, Theaterleiter, Abt von Ettal.
Matthias Seiz, geboren am 13. September 1671 (oder 1672) in Pössing bei Landsberg am Lech als das 13. und letzte Kind des Bauern Jacobus Seiz und seiner Ehefrau Maria absolvierte im Jahre 1689 die Rhetorik am Jesuitengymnasium in Landsberg. Er trat am 20.6.1689 in die Benediktinerabtei Ettal ein, legte am 23.7.1690 die Profess ab und erhielt den Namen Fr. Placidus. Zum Studium schickte ihn Abt Roman Schretter zusammen mit Kasimir Schweizlsperger und Meinrad Gebhard im Jahre 1690 nach Salzburg. Die Diakonatsweihe erhielt Fr. Placidus am 24.9.1695 in Freising, die Priesterweihe durch Fürstbischof Ecker von Freising am 10.10.1696 in Ettal. P. Placidus kehrte nochmals nach Salzburg zurück, um die Studien am 5.11.1706 durch die Promotion in Theologie und in den beiden Rechten abzuschließen. In der Zwischenzeit hatte er in Salzburg Kontroverstheologie doziert. Er musste auch neben seiner Tätigkeit in Salzburg ab 1698 in Ettal als Lehrer für Rhetorik und als Theaterleiter wirken. Von 1699–1707 war P. Placidus als „Comicus“ auch verantwortlich für die Salzburger Endskomödien. Während dieser Zeit entstanden aus seiner Hand elf Theaterstücke. – Beda Staab berichtet, dass P. Placidus nach Abschluss seiner Studien folgende Fächer unterrichtet habe: Syntax, Poesie, Rhetorik, Ethik, Apologetik, Theologia Polemica. Er rühmt ihn auch als „concionator insignis“, d.h. als bedeutenden Prediger. Bei der Wahl zum Rektor der Universität Salzburg scheiterte P. Placidus. Am 22.1.1709 wurde P. Placidus zum 27. Abt von Ettal gewählt. In dieser Eigenschaft zeichnete er sich aus als Förderer der Bautätigkeit und der Wissenschaften. Die Verbindung mit Salzburg blieb dadurch erhalten, dass er 1712 als Präses und 1715 als Assistent der Universität dorthin zu reisen hatte. Ergänzende Bemerkungen aus den Quellen: Im Triennium Archiepiscopalis Universitatis Salisburgensis heißt es, dass P. Placidus Seiz „ab anno 1706 Controversista“ gewesen sei. Nach Romanus Sedlmayr, Historia almae et archi-episcopalis, 409 und 441 war er Professor der Poesie seit 1700 und der Rhetorik 1702 bis 1705, der Moralphilosophie und der Geschichte (Historiarum) von 1706 bis 1709, Comicus und Praefekt der Scholaren von 1702 bis 1707, Professor der Kontroverstheologie von 1706–1709.

2. Bestandsumfang:

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3. Erschließungsstand:

Der Bestand ist zur Benutzung erschlossen.

3.1. Katalogisierung:

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4. Bestand:

4.1. Werk:

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4.2 Korrespondenzen:

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4.3. Lebensdokumente:

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4.4. Sammlungen:

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5. Zugang:

Eine Benutzung ist für wissenschaftliche Zwecke gestattet.

6. Veröffentlichungen zum Nachlass:

- Jahresberichte (1958 ff.).

7. Vermerk zur Erwerbung:

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8. Bemerkungen:

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