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Deutsches Museum

Museumsinsel 1
80538 München

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Ernst Mach

* 18.02.1838 in Chirlitz bei Brünn, Kaisertum Österreich [heute tschech. Brno], † 19.02.1916 in Vaterstetten.
Namensvarianten: Ernst Waldfried Josef Wenzel Mach [vollständiger Name].
Physiker, Physiologe und Philosoph.

Bestandsumfang

43 Schachteln.

Erschließungsstand und Katalogisierung

Der Bestand ist erschlossen und hausintern verzeichnet.

Bestand

Manuskripte, Publikationen und Veröffentlichungen; umfangreiche Korrespondenz mit Fachkollegen (u.a. mit Josef Petzoldt, Josef Popper-Lynkeus), wissenschaftliche Notizbücher; Widmungsexemlare fremder Autoren, Glasplatten und Fotografien zu wissenschaftlichen Versuchen.

Zugänglichkeit

Im Jahr 2002 wurden sämtliche Aufnahmen im Nachlass von Ernst Mach digitalisiert. Für die Besucher im Archiv stehen hochwertige Papierabzüge der Aufnahmen im Lesesaal zur Verfügung. Für den virtuellen Besucher wird hier ein Recherche-Instrument geschaffen, das einen umfangreichen, bisher kaum zugänglichen Fotobestand eines wichtigen Physikers erschließt.

Bemerkungen

Die größten Teile bilden die Korrespondenzen (2.729 Briefe) und die Sammlung der Publikationen Machs einschließlich einiger Widmungsexemplare fremder Autoren. Ein wertvoller Fundus sind 942 Fotoplatten, die aus der wissenschaftlichen Arbeit Machs und seiner Mitarbeiter hervorgegangen sind. In Verbindung mit 53 Notizbüchern bilden sie eine bisher noch wenig genutzte wissenschaftshistorische Quelle. Weitere 42 Einheiten beinhalten Dokumente zur persönlichen Biografie Machs. Im Nachlass Mach sind 942 fotografische Aufnahmen enthalten, die ein weites Spektrum seiner wissenschaftlichen Tätigkeit abdecken. Mach selbst hat vielfach Fotografie und physikalisches Experiment verbunden. Teilweise hat er große Teile von Versuchsserien zu unterschiedlichen Beobachtungen fotografisch dokumentiert. Häufig sind die entsprechenden Serien beschriftet und datiert. Der Schwerpunkt des Fotobestandes liegt auf den Aufnahmen von Überschall fliegenden Gewehrgeschossen, die Mach bzw. sein Mitarbeiter Peter Salcher seit der Mitte der 1880er Jahre angefertigt hatte. Die erste publizierte Mitteilung von diesen Versuchen hatten Mach und Salcher 1887 veröffentlicht. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse wirkten auf die Ballistik ebenso wie auf die Gebiete der Strömungslehre und Gasdynamik. Insgesamt sind weit über 160 Aufnahmen mit Projektilen vorhanden. Der zeitliche Schwerpunkt des Bestandes liegt auf dem Jahr 1860.

Externe Links:

 Kalliope-Eintrag zur Person