Living on my own

Der Spaziergang führt zu Orten, die für Freddie Mercury (1946-1991), dem Leadsänger der britischen Rockgruppe Queen Bedeutung haben. Mercury lebt zwischen 1979 und 1985 die meiste Zeit in München. Er komponiert und produziert hier sein einziges Soloalbum Mr. Bad Guy, ist eng mit der Schauspielerin Barbara Valentin befreundet und sein Liebhaber ist Winnie Kirchberger, der Wirt des Gasthauses Sebastianseck am Sebastiansplatz. 

Freddie Mercury ist eine der schillerndsten Figuren der Rockgeschichte. Exzentrisch und schüchtern, ausschweifend und bescheiden. Über kaum einen Rockstar wird so viel berichtet wie über den Frontmann von Queen. Freddie führt ein aufregendes Leben in der Isarmetropole. Nirgendwo sonst kann Mercury so sehr er selbst sein. Ohne von Medien und Fans belästigt zu werden, lebt Freddie in München seine Sexualität aus und nimmt mehrere Alben mit seiner Band Queen in den Musicland Studios im Arabella-Haus in Bogenhausen auf.

„Ich habe einen Ort gefunden, der sich München nennt, in dem ich mich unauffällig bewegen kann. Das ist für mich die reinste Entspannung“, sagt Mercury in einem Interview in London mit Radio 1. Freddie arbeitet intensiv in München, erholt sich hier auch und feiert viel und gern. München beeinflusst seine Lebensart und seine künstlerische Ausdrucksweise. Vermutlich erfährt Mercury erstmals 1985 durch einen Aids-Test in München, dass er mit HIV infiziert ist. Er stirbt 1991 in London an den Folgen von Aids.

Dieser Rundgang basiert auf dem Buch Mercury in München – Seine besten Jahre (Heyne Hardcore, 2021), worin viele weitere Stationen genannt werden, u.a. die neue Freddie Mercury Straße im Kreativquartier oder unweit davon das Theater an der Brienner Straße, in dem Queen 1974 ihr erstes Konzert geben.

 


Spaziergang starten: Station 1 von 14 Stationen


 

Verfasst von: Nicola Bardola

Quellen:

Baer, Harry (2001): Das Mutterhaus. Erinnerungen an die „Deutsche Eiche“. Ein weltbekanntes urbayrisches Gasthaus in München. Rosa Winkel, Edition Fassbinder.

Dorén, Petra (1994): Vom Fresco zum Straps – Ein Leben. Edition diá, Berlin.

Graeter, Michael (2009): Extrablatt. Autobiografie. Langen Müller, München.

Hecktor, Mirko (Hg.) (2008): Mjunik Disco – von 1949 bis heute. Blumenbar, Berlin.

Landeshauptstadt München (2015): Geschichte der Lesben und Schwulen in München, Themengeschichtspfad.

Oswald, Georg M. (2020): Vorleben. Piper, München.

Pleschinski, Hans (2002): Bildnis eines Unsichtbaren. Roman. Hanser, München.

Reichardt, Lars (2018): Barbara. Das sonderbare Leben meiner Mutter Barbara Valentin. btb, München.

Roth, Christopher (1982): 200 D. Edition Belleville, München.