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Joachim Schultz

Jahrgang 1949, wächst in Mainz auf und studiert Romanistik, Germanistik und Philosophie an den Universitäten Mainz und Paris. Von 1974 bis 1978 ist er Mitarbeiter im Mainzer Forumtheater Unterhaus, von 1979 bis 1981 arbeitet er als Lektor für deutsche Sprache an der Universität Paris-Nanterre. Danach ist er Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Bayreuth, Lektor am Institut für deutsche Sprache der Universität Fribourg und Akademischer Rat am Lehrstuhl für Romanische Literaturwissenschaft und Komparatistik der Universität Bayreuth. Zusammen mit dem Verleger Rolf A. Burkart initiiert er die erste deutsche Saint-Pol-Roux-Ausgabe, von der bis heute acht Bände erschienen sind.

Seit Mai 1986 ist Schultz Leiter des von ihm gegründeten Kleinen Plakatmuseums in Bayreuth. Bis zum 31. März 2012  leitete er den Studiengang „Literaturwissenschaft: berufsbezogen“ an der Universität Bayreuth. Zwischenzeitlich ist er als Gastdozent an den Universitäten in Limoges und Metz tätig und gründet 1989 zusammen mit der Grafikerin Hermien Stellmacher die Edition Schultz & Stellmacher. Von 1986 bis 2003 ist er freier Mitarbeiter der Nürnberger und der Basler Zeitung. Zum 25-jährigen Bestehen des Plakatmuseums zeigt Schultz 2011 die erste Warhol-Ausstellung in Bayreuth („Andy was here“).

Seit dem 1. April 2012 lebt Joachim Schultz als freier Autor und Übersetzer in einem Dorf in der Fränkischen Schweiz.

Er ist Mitglied der Deutsch-Französischen Gesellschaft Bayreuth und hält Vorträge, u.a. bei der Bayreuther Volkshochschule.

 

Eigenständige Veröffentlichungen:

Literarische Manifeste der Belle Epoque. Frankreich 1886-1909. Versuch einer Gattungsbestimmung (Frankfurt am Main 1981). - Ist Begegnung möglich? Die 3. Welt in der Kinder- und Jugendliteratur. Schwerpunkt Schwarzafrika. Abidjan, Gagnoa (Fuldabrück 1986). - Mord in Bayreuth. Eine kriminelle Fast-Spielgeschichte [unter dem Pseudonym Joachim Vrantzen] (Berlin 1987). - Ramsenthaler. Der Melankomiker aus Oberfranken (Berlin 1988). - Die Welt in Willis Vorstellung. Ein Traktat. Artur Schopenhauer zum 200. Geburtstag (Berlin 1988). - TraumHaft. Gedichte (Rhodt unter Rietburg 1988). - Ramsenthalers Schmausebuch für Einsiedler. Ein Kochbuch für das Leben allein (Berlin 1989). - Herr S. oder Der Mann wie er ist. Prosa. Mit WortBildCollagen von Hermien Stellmacher (Cadolzburg 1991). - Woanders. Fragmente aus der Fremde zwischen Weimar, Tokio und Kinshasa (Bamberg 1994). - Wild, irre und rein. Wörterbuch zum Primitivismus der Avantgarden in Deutschland und Frankreich 1900-1940 (Gießen 1995). - Hugo und die Hummelkiste. Bilderbuch [zusammen mit Hermien Stellmacher] (Erlangen 1995). - Heiße Tage in Bayreuth. Ein immerwährender Festspielkalender (Bayreuth 1996). - Auf dem Lande bisweilen/A la campagne parfois (Bamberg 1996). - Nudeln, Goethe, Limonade. Kulinarisches und Kulinärrisches von Rupprecht Ramsenthaler (Bayreuth 1998). - Die Geburt der Avantgarde aus dem Geist der Music- Hall. Essays (Bayreuth 1999). - Wotan, Wagner und viel mehr. Die schönsten Texte aus den Bayreuther Ab- und Zufällen. 1989-1997. Von Rupprecht S. Ramsenthaler und Franz Joachim Schulz (Bayreuth 2000). - Wie wir Katzen die Welt sehen. Ein Ratgeber für meine liebsten Zweibeiner [zusammen mit Hermien Stellmacher] (Berlin 2017).

Herausgeberschaft:

Das Inselbuch der Faulheit [zusammen mit Gerhard Köpf] (Frankfurt am Main 1983). - Rupprecht S. Ramsenthaler: Alles ist Sonett (Berlin 1986). - Dort in dem Schloß am Meer. Ein Lesebuch über Schlösser, Burgen und Ruinen (Berlin 1988). - Jean Paul: Aphorismen (Bayreuth 1991). - Max Stirner: Meine Sache (Bayreuth 1992). - Heinrich Heine: Aphorismen über Deutsche und Franzosen (Bayreuth 1993). - Werkausgabe Saint-Pol-Roux (Bad Kreuznach 1986ff.). - Ein Rot, ein Grün, ein Grau vorbeigesendet. Farben in der deutschen Lyrik von der Romantik bis zur Gegenwart (München 1994). - Léon Bloy, Jules Champfleury: Richard Wagner in Paris. Deutsch-französische Ausgabe (Bamberg 1995). - Europäische Jugendliteratur 1945-1960. Zwischen Idylle, Krieg und Kolonialismus (Bayreuth 1997). - Essen und Trinken mit Goethe (München 1998). - Jean Paul und seine Zeit auf Plakaten (Bayreuth 2000). - Vom Glück des Genießens (München 2009).

Übersetzungen aus dem Französischen:

Der Elefant, der auf Eiern geht. Kongolesische Märchen [zusammen mit Gudrun von Vivis] (Münsterschwarzach 1987). - George Sand: Flavie (Cadolzburg 1991). - Alexandre Dumas: Der Vicomte de Bragelonne I (Stuttgart 1992). - Jean-Marie Adiaffi: Die Geschichte vom kleinen Elefanten (Göttingen 1991). - Weißes Papier – Schwarze Tinte. 100 Jahre französischsprachige Literatur in Zentralafrika (Bayreuth 1993). - Eugène Delacroix: Jugendtagebuch (Frankfurt am Main 1994). - George Sand: Pauline (Cadolzburg 1994). - Saint-Pol-Roux: Lebendiges Kino (Berlin 1995 und andere Werke). - Alexandre Dumas: Tafelfreuden in Deutschland (Bayreuth 1997). - Marceline Desbordes-Valmore: Domenica. Die Geschichte einer Sängerin (Frankfurt 2000). - Alexandre Dumas: Aus dem Wörterbuch der Kochkünste (Auswahl, München 2002). - Sainte-Beuve: Die Markgräfin von Bayreuth (Bayreuth 2009).

Übersetzung aus dem Amerikanischen:

Herbert Lottman: Flaubert. Eine Biographie (Frankfurt am Main 1992).

Seit 2000 erscheint die von ihm herausgegebene Zeitschrift HAGEL. Hefte für Angewandte Literaturwissenschaft.

Unter dem Pseudonym „Rupprecht S. Ramsenthaler“ bloggt Joachim Schultz hier ...

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