Info
Geburtsjahr: 1990
in Burglengenfeld
© Alena Schmick

Laura Wagner

Laura Wagner, geboren 1990 in Burglengenfeld, ist freie Autorin. In ihrem Debütroman Tutto bene (2026) schreibt sie humorvoll über Einsamkeit und Zwischenmenschliches vor der Kulisse eines Berliner Spätverkaufs.

Werdegang

Laura Wagner wächst in der Oberpfalz auf und zieht 2013 nach Berlin. Dort arbeitet sie zunächst in der Marketingabteilung der Theater Bar jeder Vernunft und Tipi am Kanzleramt, bevor sie ans Staatsballett Berlin wechselt und im Bereich Besucherbindung und Ticketing tätig ist. Anschließend ist sie stellvertretende Marketingleitung an der Staatsoper Unter den Linden. 2022 verlässt sie Berlin und bezieht eine Wohnung auf dem stillgelegten Bauernhof ihrer Großmutter in Thanheim in der Oberpfalz. Eineinhalb Jahre später tauscht Wagner das Landleben wieder gegen die Stadt ein und leitet von Mai 2024 bis September 2026 die Abteilung Marketing und Kommunikation am Nationaltheater Mannheim. Sie ist freie Autorin und hat das Atelier-Management des deutschen Malers Edward B. Gordon inne.

Wichtige Werke (Auswahl)

2025 erscheint Wagners Buch Wo Kraut und Rüben wachsen im Prestel Verlag, das angereichert mit Rezepten und stimmungsvollen Fotografien von ihrem Experiment als Selbstversorgerin auf dem Land erzählt. 2026 veröffentlicht sie ihren Debütroman Tutto bene bei DuMont. Darin sucht die Protagonistin Emma, die nach dem abgebrochenen BWL-Studium in einem Berliner Späti arbeitet, zwischen Balisto und Zigarettenschachteln nach zwischenmenschlicher Nähe.

Stil / Rezeption

Als „Mikrokosmos des Großstadtlebens“, der „das Buch für soziologische Beobachtungen“ öffnet, bezeichnet die Literaturkritikerin Marie Schoeß (Deutschlandfunk Kultur) den Berliner Späti, der in Wagners Debütroman Tutto bene als Schauplatz dient. Im Interview mit dem DuMont Verlag verrät die Autorin, sie habe die schweren Themen des Romans – Einsamkeit und Sucht – in ein „sicheres Umfeld“ einbetten wollen. Dass hier auf empathische Weise ein „literarischer Zufluchtsort“ entworfen werde, betont auch die Rezension von Toni Hecht im Börsenblatt: „Mit großer Menschenkenntnis und feinem Witz zeichnet Laura Wagner das Porträt einer jungen Frau, die das Vertrauen in sich und andere verloren hat – und die langsam den Mut findet, sich wieder auf Menschen einzulassen.“

Laut Rezensent Angelo Algieri (Berliner Zeitung) ist es gerade dieses „Spannungsverhältnis von Emmas Sehnsucht nach Nähe und Furcht vor Abhängigkeit“, aus dem der Roman trotz des ernsten Stoffs seine Leichtigkeit schöpft: Die humorvollen Situationen erinnern ihn „an die pointierte Alltagsbeobachtung der Berliner Lesebühnen“.

Preise & Auszeichnungen

2025 wird Wagners Gedicht sie auf eine Ausschreibung der Brentano-Gesellschaft hin in die Frankfurter Bibliothek des zeitgenössischen Gedichts aufgenommen.

Verfasst von: Bayerische Staatsbibliothek / Sophia Lindsey