Die Tschechischen Zentren und das Tschechische Literaturzentrum, Sektion der Mährischen Landesbibliothek in Brno, schreiben in diesem Jahr den 12. Internationalen Susanna Roth-Übersetzungswettbewerb aus. Teilnahmeberechtigt sind Übersetzerinnen und Übersetzer bis 40 Jahre mit deutscher, schweizerischer oder österreichischer Staatsbürgerschaft bzw. ständigem Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland, Österreich oder der Schweiz, die bisher noch keine Übersetzung aus dem Tschechischen in Buchform veröffentlicht haben. Einsendeschluss ist der 31. März 2026.
Das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst vergibt ein Stipendium für einen zweimonatigen Aufenthalt in Kanada. Das Stipendium, das im Rahmen eines Schriftstelleraustauschs zwischen dem Internationalen Künstlerhaus Villa Concordia in Bamberg und dem Conseil des Arts et des Lettres du Québec vergeben wird, ermöglicht Schriftstellerinnen und Schriftstellern, Comicschaffenden sowie literarischen Übersetzerinnen und Übersetzern aus Bayern den zweimonatigen Arbeitsaufenthalt in der Stadt Québec, bekannt als eine der 50 UNESCO-Städte der Literatur für ihre dynamische Kreativ- und Literaturszene, seit jeher Treffpunkt verschiedener Sprachkulturen und Magnet für Schriftstellerinnen und Schriftsteller. Die Bewerbungsfrist endet am 1. April 2026.
Einsendeschluss Arbeitsstipendien des Freistaats Bayern für Schriftstellerinnen und Schriftsteller
Das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst vergibt nach Maßgabe der im Haushalt bereit gestellten Mittel alle zwei Jahre bis zu sechs Arbeitsstipendien an Schriftstellerinnen und Schriftsteller. Die Mittel dienen dazu, begonnene literarische Werke ohne wirtschaftlich-materiellen Zwang zu beenden. Die Werke sollen in deutscher Sprache verfasst sein. Bewerben können sich Schriftstellerinnen und Schriftsteller in den Sparten Prosa, dramatische Texte, Lyrik, Kinder- und Jugendliteratur und Comic/Graphic Novel. Die Bewerberinnen und Bewerber müssen in Bayern wohnen und schon mindestens ein Werk veröffentlicht haben bzw. einen Verlagsvertrag vorweisen können. Einsendeschluss ist der 1. April 2026.
Einsendeschluss Förderung des Freistaats Bayern für literarische Festivals und Veranstaltungen
Das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst vergibt nach Maßgabe der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel finanzielle Zuwendungen für literarische Festivals und Veranstaltungen. Ziel der Vergabe staatlicher Zuwendungen ist es, das literarische Leben in den Städten und Regionen Bayerns zu stärken und damit zu einem vielfältigen literarischen Angebot in allen Landesteilen Bayerns beizutragen. Der Projektträger/Zuwendungsempfänger muss seinen Sitz in Bayern haben und der Veranstaltung überörtliche Bedeutung zukommen. Eine Finanzierungsbeteiligung einer kommunalen Gebietskörperschaft ist grundsätzlich erforderlich. Einsendeschluss ist der 1. April des Veranstaltungsjahres.
Michael Lentz wird 1964 in Düren geboren. Der promovierte Germanist und Experte für Lautpoesie erlangt 2001 mit dem Gewinn des Ingeborg-Bachmann-Preises große Anerkennung. Neben seiner Arbeit als Professor am Deutschen Literaturinstitut Leipzig prägt er maßgeblich den literarischen Diskurs. Sein umfangreiches Werk reicht von experimenteller Lyrik bis hin zu Romanen.
Ruth Herzberg, geboren 1975 in Berlin (Ost), ist eine deutsche Romanautorin, Künstlerin und Kolumnistin. In den Nullerjahren lebt sie mehrere Jahre in München und studiert dort an der Hochschule für Film und Fernsehen. Mittlerweile lebt sie wieder in Berlin, wo sie temporeich und lakonisch über Kunst, Sex und Beziehungen im 21. Jahrhundert schreibt.
Wolf – eine Performance zu toxischer Menschlichkeit beim Brechtfestival Augsburg
Beim Augsburger Brechtfestival kommt das Stück Wolf nach Motiven des Märchens „Rotkäppchen“ zur Aufführung. Die aus dem Iran stammende Regisseurin Sahar Rahimi hat es zusammen mit Lucy Wilke und Lotta Ökmen 2022 erarbeitet. Aufgeführt wurde es am 1. März 2026 im Kulturhaus abraxas im Rahmen des Festivals.
Schon lange erwartet und 2025 mit dem Alfred-Döblin-Preis ausgezeichnet, ist im Januar 2026 der Debütroman Sperrgut der jungen Autorin Sophia Merwald bei park x ullstein erschienen. Darin entwirft die Münchnerin eine sprachlich schillernde Utopie zwischen zarter Sehnsucht, Rebellion und weiblichem Aufbegehren. Sophia Klink hat den Roman für das Literaturportal Bayern gelesen.
Beseelte Gotteserfahrung. Emmy Ball-Hennings an Carl Muth
Die Erwerbung von Nachlässen hat „die Geschichte der Bibliothek von ihren Anfängen bis zur Gegenwart begleitet.“ So schreibt Karl Dachs, der Leiter der Abteilung für Handschriften der Bayerischen Staatsbibliothek, in seiner Einleitung zur ersten systematischen Verzeichnung der schriftlichen Nachlässe in dieser Institution aus dem Jahr 1970. In den letzten 50 Jahren seit Erscheinen seines Buches hat sich der Bestand an Nachlässen dort fast verdreifacht. Das Literaturportal Bayern stellt deshalb in regelmäßigen Abständen ausgewählte Stücke von Schriftstellerinnen und Schriftstellern in seinem Journal vor.
Der Simpl ist die zweite satirische Zeitschrift in der amerikanischen Besatzungszone Deutschlands und folgt der Tradition des Simplicissimus. Die politische Ausrichtung der Zeitschrift ist antifaschistisch, antimilitaristisch und antinationalistisch. Zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gehören u.a. Henry Meyer-Brockmann, Jörg Wisbeck, Rudolf Schlichter, Otto Dix und Erich Kästner.
Von Nordkorea bis in die Studierstuben Münchens führt das bewegte Leben des Schriftstellers und Mediziners Mirok Li (1899-1950). Sein Debüt Der Yalu fließt ist eines der ersten Werke eines koreanischen Autors in deutscher Sprache und ein Zeugnis über Exil, Identität und kulturelle Verständigung. Bis zu seinem Tod lebt Li in Gräfelfing, wo er Mitglied der Literarischen Gesellschaft wird und Freundschaften mit Intellektuellen wie Kurt Huber pflegt.
„Lyrik im Dialog“: Der Podcast mit Empfehlungen zur Leipziger Buchmesse
„Lyrik im Dialog“ ist ein neuer Podcast für Lyrikkritik. Slata Roschal, Christoph Georg Rohrbach und Dirk Uwe Hansen, alle drei selbst als Lyrikschreibende, Lyrikvermittelnde und Lyrikübersetzende tätig, empfehlen in insgesamt sieben über das Jahr verteilten Folgen inspirierende Gedichtbände, die man unbedingt lesen sollte. In Folge 2 des Podcasts machen Slata Roschal und Dirk Uwe Hansen Poesie begehbar. Kurz vor der Leipziger Buchmesse werfen sie einen Blick auf das Festival „Lyrikbuchhandlung“ (hochroth Verlag) und würdigen die Menschen hinter den Versen: Eine besondere Hommage gilt dem verstorbenen Verleger Michael Wagner (gutleutverlag), dessen „schnörkellose Kritik“ ganze Schaffensprozesse prägte. Lust auf Lesen macht uns das Kritikerteam dieses Mal zudem mit weiteren Besprechungen von Gedichtbänden.
Das Literaturportal Bayern widmet sich der Literatur in Bayern in all ihren Facetten, der Vermittlung und Förderung sowie der Teilhabe an wichtigen kulturellen Debatten und Themen. Es nimmt am literarischen Leben teil, gestaltet dieses mit und informiert über die literarische Kultur des Freistaats in Vergangenheit und Gegenwart. Dabei greift es auch zukunftsrelevante Aspekte auf. In den verschiedenen Bereichen des Portals finden Sie Autoren-, Institutionen- und Preislexika ebenso wie Berichte, Blogs und Publikationen, Veranstaltungen und aktuelle Entwicklungen. Durch die Verortung und Verknüpfung von Inhalten wird für die Städte und Regionen Bayerns eine vielschichtige Plattform geschaffen.
Das Literaturportal Bayern ist ein Vorhaben der Bayerischen Staatsbibliothek, getragen und begleitet vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst und unterstützt von der Landeshauptstadt München. Für die Literatur in München kooperiert das Literaturportal mit der Monacensia im Hildebrandhaus. Darüber hinaus arbeitet es mit zahlreichen Einrichtungen im gesamten Freistaat Bayern zusammen und ist jederzeit offen für weitere Kooperationen.