„Du kommst, siehst und siegst, und das Weitere findet sich. Was Du an Balladen und anderen Kostbarkeiten besitzest, raffst Du zusammen. Kannst Du über Nacht noch etwas Wittelsbachisches schmieden, ist’s gut. Wo nicht, auch gut.“
Ein gutes Sachbuch, egal aus welchem Bereich, macht Wissen auf individuelle Art zugänglich. Das neu ausgeschriebene, zweiteilige Seminar der Bayerischen Akademie des Schreibens (BAS), das zwischen Oktober 2026 und Mai 2027 stattfindet, öffnet dafür einen Raum des Austauschs und der Selbstvergewisserung. Die Bayerische Akademie des Schreibens ist eine Kooperation der Stiftung Literaturhaus mit dem Literaturarchiv Sulzbach-Rosenberg und dem Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst. Bewerbungsschluss für das Seminar ist der 1. August 2026.
Das dreitägige 21. Literaturfest WortWärts startet am Freitagabend mit einem Podiumsgespräch zur Ideenfindung von Autorinnen und Autoren im historischen Innenhof der Stadtbibliothek Nürnberg. Am Samstag bietet der Autor Arwed Vogel einen Schreibkurs zum Thema moderne Kurzprosa an. Den Abschluss bildet am Sonntag die Open-Air-Lesebühne im KUNO-Garten mit Beiträgen von Son Lewandowski, Lukas Hoffmann, Alisha Gamisch, Ricarda Messner, Anja Gmeinwieser, Annegret Liepold und Nefeli Kavouras. Dort präsentieren auch die Ausgezeichneten des 38. Fränkischen Preises für junge Literatur ihre Texte.
Seit 1993 findet das Poetenfest im Freien rund um den Schlossgarten und in Veranstaltungsräumen in Erlangen statt. Zum Programm des Festivals zählen u.a. die Bayern 2-Nacht der Poesie, die „Erlanger Übersetzer*innenwerkstatt“, die Verleihung des Erlanger Literaturpreises für Poesie als Übersetzung, Ausstellungen, ein Filmprogramm sowie Veranstaltungen für Kinder und Familien. Das diesjährige Programm wird am 31. Juli bekannt gegeben. Am 1. August beginnt der Vorverkauf für die eintrittspflichtigen Veranstaltungen, das ausführliche Programmheft erscheint Mitte August.
Theresa Klesper, geboren 1979 in Erding, ist Lyrikerin und Autorin. Ihre Gedichte nehmen häufig Wald- oder Naturphänomene zum Ausgangspunkt und nähern sich ihren Themen auf sprachlich behutsame, von leisen Brüchen durchzogene Weise.
Gerty Spies (1897-1997) ist eine in Trier geborene deutsch-jüdische Schriftstellerin. 1942 wird sie aus ihrer Wohnung in München in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Dort beginnt sie, wider aller Umstände, mit dem Schreiben von Gedichten. Sie überlebt das Lager und geht zurück nach München, wo sie 1997 stirbt.
Die Monacensia gewährt Einblicke in Rachel Salamanders Archiv
Im Mai 2026 eröffnete die Monacensia die Ausstellung „Literatur & Haltung, Rachel Salamanders Archiv“ und gewährt damit Einblicke in das jahrzehntelange Engagement der Publizistin und Literaturwissenschaftlerin für die Stadt München.
Rezension einer neuen Chronik zu Ingeborg Bachmann
Rund ein Jahr lebte Ingeborg Bachmann in München. Sie arbeitete seinerzeit beim Bayerischen Rundfunk. Näheres über die österreichische Dichterin und ihr Verhältnis zur bayerischen Landeshauptstadt hat Nicola Bardola in seinem neuen Sachbuch Ingeborg Bachmanns München zusammengetragen. Klaus Hübner hat das Buch fürs Literaturportal Bayern gelesen.
„Ins Amerigha“: Emigration von Schriftstellerinnen und Schriftstellern aus Bayern nach Amerika
Die Geschichte der Emigration von bayerischen Schriftstellerinnen und Schriftstellern nach Amerika ist reich an Kontrasten und erstreckt sich über fast fünf Jahrhunderte. Sie beginnt im 16. Jahrhundert mit wagemutigen Abenteurern und reicht bis zu den tragischen Fluchtgeschichten des 20. Jahrhunderts. Die folgende dreiteilige Blogreihe nimmt Sie mit auf eine literarische Zeitreise, die zeigt, wie bayerische Identität auf amerikanischem Boden neu verhandelt wurde.
Charakteristisch für Maria Luise Weissmanns (1899-1929) dichterisches Schaffen ist die voller subtiler Bildhaftigkeit gestaltete „Spannung zwischen endlicher menschlicher Existenz und ewigem vollkommenen Dasein“. Neben eigener Lyrik und Nachdichtungen von Sonetten Paul Verlaines erscheinen essayistische Texte, u.a. zu Rainer Maria Rilke, Rudolf Alexander Schröder und Gustav Meyrink.
Eva Pramschüfer über ihren Debütroman Weißer Sommer
In der Hitze des Sommers zieht die junge Alma Bilanz: Hat ihre Beziehung mit Théo noch eine Zukunft? In ihrem Debütroman Weißer Sommer zeichnet Autorin Eva Pramschüfer ein sensibles Porträt von den Zweifeln der Endzwanziger, einer Liebe im Aufbruch und dem Mut, sich schwierigen Entscheidungen zu stellen. Das Interview führten Ekaterina Broska und Sophia Lindsey.
Das Literaturportal Bayern widmet sich der Literatur in Bayern in all ihren Facetten, der Vermittlung und Förderung sowie der Teilhabe an wichtigen kulturellen Debatten und Themen. Es nimmt am literarischen Leben teil, gestaltet dieses mit und informiert über die literarische Kultur des Freistaats in Vergangenheit und Gegenwart. Dabei greift es auch zukunftsrelevante Aspekte auf. In den verschiedenen Bereichen des Portals finden Sie Autoren-, Institutionen- und Preislexika ebenso wie Berichte, Blogs und Publikationen, Veranstaltungen und aktuelle Entwicklungen. Durch die Verortung und Verknüpfung von Inhalten wird für die Städte und Regionen Bayerns eine vielschichtige Plattform geschaffen.
Das Literaturportal Bayern ist ein Vorhaben der Bayerischen Staatsbibliothek, getragen und begleitet vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst und unterstützt von der Landeshauptstadt München. Für die Literatur in München kooperiert das Literaturportal mit der Monacensia im Hildebrandhaus. Darüber hinaus arbeitet es mit zahlreichen Einrichtungen im gesamten Freistaat Bayern zusammen und ist jederzeit offen für weitere Kooperationen.